Ölfässer in der Alten Donau: Krimi geht weiter

Krimi um Ölfässer in der Alten Donau geht weiter. Noch immer liegen zahreiche Fässer auf dem Grund. MA 45: „Bergungskosten 120.000.– Euro. Akt liegt nach wie vor bei der Staatsanwaltschaft.

Der von WIFF-Wir für Floridsdorf im Mai dieses Jahres aufgedeckte Mega-Skandal und mehr als 1000 alte, vor sich hin rostende Ölfässer auf dem Grund der Alten Donau, ist nach wie vor nicht zu Ende. Statt – wie versprochen – die Fässer raschest zu bergen, hat man sich im Ressort von Umweltstadträtin Sima (SPÖ) bisher Monate lang damit begnügt, nach einigen erfolgten Bergemanövern darauf zu verweisen, „dass ohnehin keine unmittelbare Gefahr einer Gewässerverschmutzung bestehe“. Jetzt endlich sollen die letzten (mehere Hundert!) Fässer endlich aus dem Wasser geholt werden. Kostenpunkt der Bergung laut MA 45 und der Gesellschaft „Via Donau“ als Verwalter der Wiener Gewässer: 120.000.– Euro.

Ölfässer: Staatsanwalt ermittelt noch

WIFF hatte unmittelbar nach Auffliegen des Skandals bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung deponiert. Die Ermittlungen dürften bisher noch nicht abgeschlossen sein, da WIFF noch keine diesbezügliche Mitteilung der STA erhalten hat, wie dies vorgesehen ist. – Erstaunlich ist, dass seitens des Magistrats eine Strafverfolgung jener Leute, die diese Fässer in der Alten Donau versenkt haben, nicht getätigt werden soll. Dabei wurden allein nächst den Stegen z. B. einer Segelschule rund 300 solcher Fässer im Wasser entdeckt. Diese zumeist von Tankstellen einstmals um rund 10.– Schilling pro Fass erworbenen Fässer waren damals als Schwimmer für die Bootsstege genutzt und nach Rostbefall einfach durchlöchert und im Wasser versenkt worden.

Die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald: „Hier handelt es sich um Vorsatztaten und angesichts der Lage der Fässer im Wasser ist eine Zuordnung auch durchaus möglich. Es kann nicht angehen, dass die Steuerzahler für die Sanierung solcher Umweltverbrechen zur Kasse gebeten werden und die Täter ungeschoren davon kommen.

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