Österlicher Massenansturm am Marchfeldkanal – WIFF: „Wäre angesichts Corona ein idealer Einsatzbereich für die berittene Polizei gewesen…“

Schon an den ersten Tagen der Osterwoche wählten zahlreiche Menschen die Uferpromenaden des Marchfeldkanals zum Luftschnappen, und täglich werden es – so viele Anrainer – mehr. Auch im Bereich der Donauinsel. „Auffallend ist, dass sich zumeist ‚Neubürger’ und Ausländer kaum an das von den Gesundheitsbehörden verpflichtend vorgegebene ‚Abstand bewahren‘ halten“, so ein Bewohner und täglicher Beobachter aus der Tilakstraße zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.

Dieser ist angesichts der Situation überzeugt, dass Interims-Innenminister Peschorn, „wenn er ehrlich zu sich selbst ist“, sein „Aus“ für die von seinem Vorgänger Herbert Kickl (FPÖ) geschaffene berittene Polizei noch schwer bereuen wird. „Gerade in Situationen wie oben angeführt wären berittene Polizisten ideal am Platz. Während jetzt die Polizei bei ihren Einsätzen etwa beim Marchfeldkanal auf Augenhöhe mit der Gefahr von Ansteckungen konfrontiert ist, hätte es dies ‚hoch zu Roß‘ nicht gegeben. Zudem können einige wenige berittene Beamte in ihren Einsatzgebieten deutlich zielführender agieren als eine deutlich höhere Anzahl ihrer ‚fußläufigen‘ Kollegen auf „Schusters Rappen‘“, so Schimanek und verweist auf die Effizienz der Münchner Polizei, wo die Reiterstaffel seitens der Politik erst kürzlich verdoppelt wurde.
 
„Der nunmehrige Innenminister Nehammer (ÖVP) sollte einmal darüber nachdenken, warum in rund 75% europäischer Großstädte berittene Polizei zum Einsatz kommt. Die dort verantwortlichen Politiker können doch nicht aus Jux, Tollerei und Großmannssucht gehandelt haben“. Angesichts der österlichen Vorkommnisse an Marchfeldkanal und Donauinsel appelliert der Floridsdorfer Lokalpolitiker an Innenminister Peschorn: „Holen Sie sich doch persönlich Informationen aus München und anderen Städten – es wäre noch immer Zeit genug, die ‚verunglückte‘ Entscheidung Ihres interimistisch tätig gewesenen Vorgängers zu revidieren!“.
Fotos: „unzensuriert“, dz.de/Marcus Schlaf (Münchner Polizei).