„ÖSTERREICH“: „Ludwig startet roten Kampf um Simmering“… – Hätte der Wohnen-Stadtrat nicht genug zu tun in seinem Heimatbezirk Floridsdorf?

Immer skurrilere Blüten treiben die Bemühungen von Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Obmann Ludwig, um sich als Nachfolger von Bürgermeister Michael Häupl in dessen Chefsessel zu hieven. Jetzt „eröffnet“ Ludwig – um sich mediengerecht präsentieren zu können – lautstark den „roten Kampf um Simmering“ (siehe Anhang), den bei den jüngsten Wahlen an die FPÖ und an den nunmehr dort durchaus akzeptiert amtierenden blauen Bezirksvorsteher Paul Stadler verlorenen gegangenen Bezirk.

Nicht nur in Floridsdorf hingegen fragen sich immer mehr Bürger, ob der Herr Stadtrat denn nicht ausreichende Politbetätigung in seinem Heimatbezirk hat. Und ob er vergessen hat, dass Floridsdorf als einst mitgliederstärkster Wiener SPÖ-Bezirk seinen Bezirksvorsteher lediglich dank eines eher seltsamen Wahlkartenergebnisses letztlich mit nur wenigen Stimmen Vorsprung vor der FPÖ erhalten konnte – allerdings ohne gemeinsame Mandatsmehrheit von Rot&Grün in der Bezirksvertretung! – Sogar viele Parteimitglieder erachten dieses Wahlergebnis im „Ludwig-Bezirk“ Floridsdrf als für die SPÖ weitaus schmerzlicher, als der Verlust des Simmeringer oder des Leopoldstädter Bezirksvorstehers. „Nur der Ludwig tut so, als wäre im Bezirk nichts geschehen und alles palletti“, so ein Floridsdorfer SPÖ-Vorstandsmitglied treffend zu WIFF.

Vor allem die direkte Kampfansage Ludwigs via Kronenzeitung vom 27. März an Bürgermeister Häupl hat viele Parteimitglieder verstört. Immerhin ist die in dem Krone-Artikel (siehe Anhang) wiedergegebene Aussage Ludwigs starker Tobak. Ludwig laut Krone im O-Ton:
„Ich war immer der Meinung, dass der Bürgermeister aufgrund der guten Kenntnis der Partei, auch des hohen Vertrauens, das er nach wie vor genießt, in der Lage ist, die Weichen zu stellen. Wenn er es nicht macht, werden es andere machen. Man wird nicht tatenlos zuschauen“.
Angesichts solcher Attacken Ludwigs gegen seinen Chef Häupl dürfte Krone-Wien-Chef Michael Pommer mit seinen Ausführungen zur gegenwärtigen Situation innerhalb der Wiener SPÖ (siehe Glosse im Anhang) nicht so ganz falsch liegen…
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