Österreichs Außenminister auf „den Spuren“ von WIFF

Österreichs Außenminister auf „den Spuren“ von WIFF: So wie WIFF schon 2011 gefordert hat, will Kurz jetzt  die Zahlung von Familienbeihilfen ins Ausland stoppen.

„Als WIFF schon im Jahr 2011 aufdeckte, dass Österreich Monat für Monat Familienbeihilfe auch für nicht in Österreich lebende Ausländerfamilien etwa nach Rumänien, Bulgarien. Slowenien oder Polen überweist, hatten wir uns eine derart prominente Unterstützung unserer Forderung auf Beendigung dieser inakzeptablen Praktik nicht erwartet“, freut sich WIFF-Parteiobmann und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über den jüngsten Vorstoß von Außenminister Kurz. Immerhin überweist Österreich derzeit bereits mehr als 206 Millionen Euro an Familien, in denen Mann oder Frau zwar in Österreich arbeiten, deren Kinder aber in den jeweiligen Heimatländern leben.

„Hier geht es vornehmlich um auf Zeit in Österreich arbeitende Ausländer, etwa in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe oder um sogenannte Grenzgänger. Deren Familien erhalten zwar auch in ihrer Heimat Kinderbeihilfen, die Differenz zwischen den dort ausbezahlten monatlichen Beträgen und der aufgrund unserer Lebenshaltungskosten berechneten Familienbeihilfe in Österreich beträgt aber bis zu 800(!) Prozent. Und diese Differenzbeträge belasten dann – „dank“ der EU – Jahr für Jahr das österreichische Budget“, so Schimanek. Und wartet gleich mit einem signifikanten Beispiel aus dem Finanzamt Gänserndorf auf: „Dort ist ein polnischer Arbeiter gemeldet, der bei uns – durchaus anerkannt – zur vollen Zufriedenheit des Arbeitgebers tätig ist und alle vierzehn Tage zu einem verlängerten Wochenende nach Polen zu seiner Familie fährt, die neben ihm und seiner Frau immerhin sechs Kinder zählt. An diese Adresse überweist das Finanzamt jährlich rund 17.000.– Euro an Familienbeihilfe! Und dank der niedrigen Lebenshaltungskosten in den neuen EU-Ländern lässt es sich mit dem Geld aus Österreich dann durchaus leben“.

WIFF an die Adresse des Außenministers: „In der Annahme, dass bei Ihrer Aussage nicht etwa der Wahlkampf für die Wiener Gemeinderatswahlen Auslöser war, ersuchen wir Sie um die nötige Härte bei diesbezüglichen Verhandlungen in Brüssel. Denn solche Bestimmungen können nur Ahnungslose, fernab vom Schuss lebende, ‚Euro-Politiker‘ beschlossen haben. Beängstigend im Allgemeinen ist jedenfalls, dass Europa – und damit auch wir – von solchen Herrschaften gelenkt wird!“…

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