Ortsbildverschandelung in Alt-Stammersdorf: WIFF fordert Bezirksvorsteher Papai auf, endlich aktiv zu werden.

Schon mehr als 1.000 Bürger – Bewohner und Freunde des Floridsdorfer Heurigenortes Stammersdorf – haben bisher die Unterschriftenaktionen von WIFF – Wir für Floridsdorf und einer privaten Initiative (im Netz) zur Erhaltung des Ortsbildcharakters von Alt-Stammersdorf unterstützt. Um der Angelegenheit noch mehr Nachdruck zu verleihen, wird WIFF in der nächsten Sitzung des Bezirksparlaments einen diesbezüglichen Mehrparteienantrag einbringen und bei den übrigen Fraktionen SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS um Unterstützung werben.

Mit dem Antrag soll BV Papai dazu bewegt werden, für das Grundstück Stammersdorfer Straße 10 beim Bauherrn Österreichisches Siedlungswerk (OESW) eine dem Ortsbild angepasste Umplanung der Fassadenfront zu erwirken. „Der bei der Bauverhandlung als Papai-Vertreter anwesende SPÖ-Bezirksrat hat der modernen, für Alt-Stammersdorf aber unpassenden, Fassadengestaltung namens des Bezirksvorstehers zugestimmt. Jetzt soll Papai die Suppe auch auslöffeln und zumindest versuchen, zu retten was zu retten ist“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. „Bei etwas Mühe von Papai und ein klein wenig Verständnis seitens des Bauträgers müsste doch eine sinnvolle Lösung möglich sein, auch wenn es bereits einen rechtskräftigen Baubescheid gibt“, hoffen die Bezirkspolitiker.
 
Sie wollen allerdings zusätzlich die Rolle der für Ortsbildentscheidungen in Schutzzonen verantwortlichen MA 19 genauer unter die Lupe nehmen. „Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite inmitten einer Schutzzone eine dem gerade in diesem Bereich idyllischen Ortsbild klar widersprechende Fassadenfront den Sanktus der MA 19 erhält, während sich die Bauwerber genau gegenüber, in der Stammersdorfer Straße 13, bei ihrem geplanten Umbau vor lauter MA-Auflagen schier nicht mehr auskennen“, so Schimanek abschließend.