ÖVP-„Schnapsidee“: Floridsdorfer Schwarze wünschen sich Verlegung des Bauernmarktes vom Schlingerhof zum Floridsdorfer Bahnhof

„Von denen hat sich wohl niemand etwas gedacht dabei!?“ sind die Betreiber der Marktstände auf dem Floridsdorfer Markt (Schlingermarkt) über die Idee der Bezirks-ÖVP entsetzt, die eine Verlegung des derzeitigen Bauernmarktes vom Schlingerhof auf den Franz Jonas-Platz fordern. Immerhin dient der Bauernmarkt ja auch der Belebung des gesamten Marktes.
WIFF-Bezirkrat und Kenner der Marktszene, Hans Jörg Schimanek: „Würde der Bauernmarkt zum S-Bahnhof verlegt, bedeutete dies ein endgültigen Todesstoß für den ganzen Schlingermarkt. Denn auch der Bauernmarkt an Freitagen und Samstagen sorgt für eine Steigerung der Kundenfrequenz. Überdies deponieren manche Standler ihre Utensilien in den Kellerabteilen des Schlingerhofs, dies wäre bei einer Verlegung des Marktes unpraktikabel. Einer Verlegung des Bauernmarktes weg vom Schlingermarkt auf Zeit wäre nur dann zuzustimmen, würde sich die Stadt Wien zu einer kompletten Neuplanung eines überdachten Schlingermarktes entschließen und hiezu auch die derzeitigen Standbetreiber nicht nur  entschädigen, sondern diesen auch den Wiedereinzug in den neu zuz errichtenden Markt zu gewährleisten“.
Für die Bauern selbst wäre ein neuer Standort auf dem Franz Jonas-Platz mit Sicherheit ein gewaltiger Vorteil, zumal die hohe Passantenfrequenz gute Geschäfte erwarten ließe. Ausgesperrt vom Einkauf wäre aber dann ein Großteil der Autofahrer, da es dort kaum Chancen gibt, einen der wenigen Parkplätze auf dem Pius Parsch-Platz zu ergattern. Und – wie bereits oben angeführt: Der „normale“ Schlingermarkt wäre dann endgültig tot.
„Statt sich darüber Gedanken zu machen, wie man den Schlingermarkt weiter beleben könnte – vielleicht auch durch den regelmäßigen Einkauf der eigenen Funktionäre – befleißigt sich die Floridsdorfer ÖVP gerade in einer Phase, wo die Marktleute werbliche und andere Maßnahmen zur Frequenzhebung  tätigen, als amateurhafter Totengräber für jene Wirtsdchaftstreibende, die eigentlich vornehmlich zum schwarzen Klientel zählen“, wundert sich WIFF-Parteiobmann BR Hans Jörg Schimanek.
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