„Park-Sheriff-Anschlag“ auf Heurigenort Stammersdorf – WIFF-Schimanek: „Will die Stadt Wien den Heurigenwirten den Hahn zudrehen?“

Weit länger als ein halbes Jahrhundert konnten die Besucher der Stammersdorfer Heurigenlokale ihre Fahrzeuge ungehindert entlang der Stammersdorfer Straße abstellen. Seit Freitag, dem 1. Oktober, regnet es für viele Gäste und Anrainer Strafmandate – ausgestellt von einem Parksheriff der Stadt Wien und der Polizei. Begründung: Parken in Grünflächen und bei fehlender Bodenmarkierung auch das Platz sparende und ob der ausreichenden Straßenbreite durchaus vernünftige und nicht verkehrsgefährdende senkrecht zum Gehsteig geübte Abstellen der Fahrzeuge sei laut StVO verboten.

„Mit diesem Anschlag auf die noch verbliebene Heurigenszene des idyllischen Weinortes versetzt man den Hauerbetrieben vermutlich den Todesstoß, zumal ja Kraftfahrer in den letzten Jahren durchaus gesetzeskonform ohnehin mehr Wasser oder Most statt Wein konsumieren!“, wundert sich der von Weinbauvereinsobmann Leopold Klager (siehe Foto) und einigen erbosten Stammersdorfern informierte WIFF-Bezirksrat bei seinem sofortigen Vor-Ort-Einsatz über das Vorgehen des Magistrats.
 
„Auch wenn die Ursache des Behöden-Einsatzes auf einer Anzeige basiert, darf doch ein Polizeibeamter die seit Jahrzehnten ohne jeden Grashalm unverändert u. a. mit kleinem Rieselgestein befestigten Abstellstreifen zwischen Gehsteig und Fahrbahn nicht willkürlich zu ‚Grünflächen‘ erklären“, stellt der WIFF-Lokalpolitiker fest. Ebenfalls völlig unverständlich sei laut Schimanek auch, das in den überbreiten Bereichen der Stammersdorfer Straße gleichfalls seit vielen Jahrzehnten geübte und von der „Obrigkeit“ akzeptierte Senkrechtparken zum Gehsteigrand seitens der Stadt Wien plötzlich mit Strafmandaten zu belegen.
 
„Hier fehlen eindeutig Vernunft und das richtige Augenmaß – es sei denn, man will die Heurigentradition in Stammersdorf vorsätzlich zu Grabe tragen. Dann kann man auch gleich die einstmals vom damals amtierenden legendären Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Hans Mayr (SPÖ) als Anerkennung für den Weinort höchstgeförderten kleinen Laternenleuchten abmontieren und durch ‚Billig-Masten‘ à la Stammersdorfer Oberort ersetzen“, so Schimanek ironisch und fordert nicht nur Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) zu einem sehr bestimmten Auftritt im Wiener Rathaus auf. „Auch Bürgermeister Ludwig (SPÖ) als Ex-Floridsdorfer und nunmehr im Innenbezirk Neubau seßhaft ist aufgerufen, seinen Heimatbezirk nicht völlig zu vergessen und seine ’Schergen’ rasch zu Ordnung und Vernunft zu rufen!“.