Parkpickerl: Stammersdorf „autolos“ – im angrenzenden Gerasdorf (NÖ) alles verparkt…

Seit Einführung des Parkpickerls nutzen viele Floridsdorfer Autobesitzer mit Wohnsitz nahe der NÖ-Landesgrenze zu Gerasdorf die dortigen Gratis-Parkplätze und sorgen damit für Empörung bei den Anrainern. So präsentiert sich etwa der große Parkplatz in der Stammersdorfer Straße zwischen dem Floridsdorfer Zentralfriedhof und den neuen Wohnblocks seit Einführung des Parkpickerls täglich in „gähnende Leere“, während nur etwa hundert Meter weiter entfernt – in Gerasdorf – fast jeder Parkplatz von Fahrzeugen mit Wiener Kennzeichen belegt ist.

„Selbst in unseren Siedlungsgebieten nächst der Stadtgrenze stellen die Wiener ihre Fahrzeuge ab und nehmen von dort den Bus in Richtung S- und U-Bahn in Leopoldau bzw. gehen die paar Schritte zu ihren Wohnungen in den neuen Blocks auf Wiener Boden“ lauten die Beschwerden der Anrainer anlässlich eines Lokalaugenscheines mit dem Floridsdorfer Bezirksrat Hans Jörg Schimanek (WIFF). „Kein Wunder daher, dass die Stadtgemeinde Gerasdorf jetzt zurückschlägt und an der Stadtgrenze Kurzparkzonen einrichtet, die mit 11. April in Betrieb gehen sollen“, zeigt Schimanek Verständnis „für unsere Nachbarn“.
 
Für Bewohner mit Hauptwohnsitz in Gerasdorf und für Gerasdorfer Betriebe und deren Mitarbeiter sollen „als Antwort auf das Wiener Parkpickerl“ künftig gegen eine jeweilige Gebühr von 24,10 Euro jeweils zwei Jahre lang geltende Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, die ein kostenloses und zeitlich unlimitiertes Parken in den Kurzparkzonen gestatten. – Fotos: Franz Höld.