Parkplatz-„Komödie“ am Bisamberg: MA 49 und die Schildbürger…

Unverständnis, Kopfschütteln und Verärgerung hat bei vielen Heurigenwirten der Stammersdorfer Kellergasse, deren Gästen und bei zahlreichen Erholungsuchenden eine Aktion der Magistratsabteilung 49 / Forstamt der Stadt Wien ausgelöst, die unweigerlich an die berühmten Schildbürger erinnert.

Praktisch über Nacht wurde einer der beiden Parkplätze Ecke Kellergasse / Senderstraße „halbiert“, die gekappte Parkfläche soll einer künstlich angelegten Grünfläche weichen. „Bei Schönwetter herrschte dort ein regelrechtes Griß um die Parkplätze. Vor allem ältere Menschen, denen der Weg über die ansteigende Kellergasse zu beschwerlich ist, stellen dort ihre Fahrzeuge ab und besuchen das eine oder andere Heurigenlokal, die traditionelle „Genusshütte“ neben den Parkplätzen oder nutzten die schönen Wanderwege zu Spaziergängen“, weiß WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek aus eigener Erfahrung und nach zahlreichen Gesprächen mit verärgerten Beschwerdeführern.
 
„Der Unmut der Wirte, Gäste und Besucher ist durchaus nachvollziehbar, widerspricht es doch jeglicher Vernunft, Steuergeld in die Hand zu nehmen und gerade in den Gefilden der Wiener Grün-Oase Bisamberg zusätzlich eine künstliche Grünfläche anzulegen. Die Ausrede der MA 49, man habe das Erdreich zum Anschütten von einer Kanalbaustelle kostenlos übernommen, ist da nachgerade peinlich“, so der WIFF-Bezirkspolitiker.
 
Er will jetzt gemeinsam mit Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ), der laut eigenen Aussagen seitens der MA 49 von dem Vorhaben nicht informiert war, die Initiative ergreifen, um dieses „unsinnige und kontraproduktive Projekt“ (O-Ton Schimanek) rück-abzuwickeln. „Wir werden für die nächste Sitzung des Bezirksparlaments einen gemeinsamen Antrag zur Beschlussfassung einbringen und Umweltstadträtin Sima ersuchen, die ursprüngliche Parkfläche wieder herstellen zu lassen. Vielleicht ist es sogar möglich, den Platz auch gleich staubfrei zu machen“, so Schimanek abschließend.