Paukenschlag beim Umbau der Lorettowiese in Jedlesee: Volksanwaltschaft bezeichnet Errichtung des umstrittenen Skaterplatzes als rechtswidrig

Paukenschlag beim Umbau der Lorettowiese in Jedlesee:  Volksanwaltschaft bezeichnet Errichtung des umstrittenen Skaterplatzes als rechtswidrig.

In ihrem Kampf gegen die Errichtung eines Skaterplatzes statt des derzeit stark frequentierten und unverzichtbaren Parkplatzes nächst der Jedleseer Lorettokirche hatte die dortige Bürgerinitiative die Volksanwaltschaft angerufen – und jetzt mit ihrer Beschwerde Recht bekommen.

Laut Volksanwaltschaft ist die Entscheidung des Magistrats pro Errichtung eines Skaterplatzes – der von einer überwältigenden Mehrheit der Anrainer abgelehnt wird – rechtswidrig. Auch sei wegen der Auflassung der dem Stift Klosterneuburg gehörenden Sportanlagen auf der gegenüber liegenden Seite der Überfuhrstraße die Prüfung von Verwaltungsstrafmaßnahmen erforderlich.

Dabei kommt das Stift als Grundeigentümer unverschuldet zum Handkuss. Denn das Stift erhielt von der Stadt Wien nur unter der Bedingung, seine Tennisplätze aufzulassen und für die Errichtung von Sportanlagen auf der Lorettowiese satte € 900.000.– an die Stadtkasse zu überweisen, die für den geplanten Wohnanlagen-Bau erforderliche Umwidmung durch die MA 21. Das Stift Klosterneuburg hat daher ausschließlich die Forderungen der Stadt Wien erfüllt und konnte keinesfalls davon ausgehen, dass der Wiener Magistrat rechtswidrig tätig ist.

So wie es aussieht, steht einem endgültigen „Aus“ für die umstrittene Skateranlage an der geplanten Stelle jetzt nichts mehr im Wege.

„Vielleicht entschließen sich die Verantwortlichen der Stadt, denen auch die Floridsdorfer Fraktionen von SPÖ, ÖVP und Grünen sowie die künftig für die NEOS tätig werden wollende Bezirksrätin Mayerhofer vehement das Wort redeten, zu einem Umdenken und errichten diese Skateranlage dort, wo sich ideale Verhältnisse geradezu aufdrängen: Auf der von WIFF – Wir für Floridsdorf vorgeschlagenen, kaum fünf Fußminuten von der Lorettowiese entfernten, Donauinsel bzw. im Dammbereich“, zeigen sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald über die Entscheidung der Volksanwaltschaft erfreut. „Wir werden die Bürgerinitiative jedenfalls auch weiterhin voll unterstützen!“, so die beiden Bezirkspolitiker.

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 Lorettowiese (Luftbild)