Peinlich: „Ludwig-Fünfziger“ auch für die „Reichen und Schönen“ – SPÖ-Wahlkampf-Aktion könnte zum Bumerang werden – WIFF fordert: „Gutschein-Spendenpool für die wirklich Bedürftigen!“

„Um die Wiener Gastro-Szene zu unterstützen“, wird Bürgermeister Ludwig (SPÖ) in den nächsten Monaten alle 950.000 Wiener Haushalte mit je einem Gastro-Gutschein beglücken. 25 Euro erhalten alleinstehende Personen, 50 Euro gibt es für Mehr-Personen-Haushalte. Einzulösen in jenen Gastro-Betrieben, die sich über eine Online-Plattform an der Aktion beteiligen. Bei einem geringeren Rechnungsbetrag gibt es allerdings kein Retourgeld.

Eine Aktion, die für Ludwig und seine SPÖ bei der kommenden Wien-Wahl aber durchaus in die Hosen gehen könnte. Denn immer mehr Wienerinnen und Wiener üben bereits heftige Kritik daran, dass mit ihrem Steuergeld nicht nur die wirklich Bedürftigen, wie Mindest- oder Kleinrentner und Arbeitslose, von Big-Spender Ludwig zum Essen eingeladen werden.
 
„Da es sich hier offensichtlich um reinen Wahlkampf handelt, sollte die Wiener SPÖ die Kosten aus der eigenen Kasse berappen. Denn wie kommen die Wiener Steuerzahler dazu, die nicht geringe Anzahl der Millionäre oder Luxuspensionisten, wie beispielsweise – um nur einige zu nennen – die beiden Altkanzler Vranitzky und Faymann oder National- und andere Banken-Chefs usw. usw. mit Essensgutscheinen zu unterstützen?“, lautet die deutliche Kritik der beiden Floridsdorfer WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
 
Da diese Ludwig’sche „SPÖ-Wahlkampf-Aktion auf Steuerzahlers Kosten“ offenbar nicht mehr abzuwenden ist, fordert WIFF jetzt die Schaffung von „Gutschein-Spendenpools“, etwa – „politisch korrekt“ – bei Caritas und der Volkshilfe. „Alle jene, die sich ein Essen immer noch selbst leisten können, könnten ihren ‚Ludwig-Gutschein‘ in einen der Pools spenden und damit den wirklich Bedürftigen zu einem zweiten Gratis-Essen verhelfen“, so der Vorschlag der beiden WIFF-Lokalpolitiker.
 
Die Verantwortung von Ludwig und seinen Wiener Genossen, auch der einstige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hätte 100-Euro-Noten an die Bevölkerung verschenkt, lassen Schimanek und Turtenwald keinesfalls gelten: „Jörg Haider hat damals jeweils hundert Euro eigenhändig verteilt, aber ausschließlich an nachweislich bedürftige Kärntnerinnen und Kärntner!“.–
 Foto: Fotostudio Behavy.