Peinlich: Während Papai&Ludwig „Floridsdorf retten“ wollen, präsentiert sich das Amtshaus als Schandfleck des Bezirks

Bezirksvorsteher Papai und Stadtrat Ludwig, seines Zeichens auch Floridsdorfer SPÖ-Chef, gefallen sich neuerdings in der Rolle der „Retter des Bezirks“. Ziel sei es, „den Bezirkskern gemeinsam mit der Bevölkerung und den Wirtschaftstreibenden nachhaltig zu beleben“. Und die Prager Straße mit dem Gloria-Theater solle zur „Genuss- und Kulturmeile“ werden. Diese und noch viele weitere Ankündigungen der beiden SPÖ-Männer waren am 20. Februar der Tageszeitung „Österreich“ zu entnehmen. „Wie realitätsfern die beiden Herren sind, ist allein schon an der Tatsache zu erkennen, dass auf der gewünschten ‚Genuss- und Kulturmeile‘ derzeit bereits drei der fünf Gastronomiebetriebe insolvent sind bzw. gegen die Insolvenz kämpfen“, kritisieren die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald die „lediglichen Worthülsen“ von Papai und Ludwig.
Besonders peinlich erscheinen die Aussagen der beiden SPÖ-Politiker zur „nachhaltigen Belebung des Bezirkskerns“, nimmt man das Amtshaus Am Spitz einmal genauer unter die Lupe. Seit vielen Jahren rosten dort die Portale geschlossener Gassenlokale vor sich hin und erinnern vor allem die älteren Beschauer an die sowjetische Besatzungszeit. „Statt großsprecherischer Ankündigungen sollten Papai und Ludwig einmal dafür sorgen, dass zumindest die Außenfront des Amtshauses mit der Ladenzeile einladend gestaltet wird und die leer stehenden Lokalitäten umgehend an interessierte Wirtschaftstreibende vermietet werden“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.