Pius Parsch-Platz neu: WIFF übt scharfe Kritik an BV Papai (SPÖ) und an Steuergeldvernichtung

„Grün“ sollte der Pius Parsch-Platz laut Versprechungen von Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) werden – wie es jetzt aussieht, wird es aber außer einigen wenigen Baumscheiben und einem „Wasserspiel“ nur Beton geben.

„Da hätte man auf der neuen Tiefgarage gleich wieder die Kurzparkzone installieren können, was dem Stadtsäckel pro Jahr knapp eine halbe Million Euro an Kurzparkgebühren eingebracht hätte“, üben die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald Kritik. Und verweisen erneut auf die Unsinnigkeit, den gesamten Bereich bis zur Angerer Straße in einem Zug zu erneuern, obwohl das angrenzende „ES“ vor dem Abbruch steht.
 
„Durch diese Abbruch- und später Bauarbeiten für das künftige Projekt werden die neuen teuren Bodenplatten des Platzes im Bereich der ‚ES‘-Baustelle schon bald wieder zerstört, der Platz muss dort nach Fertigstellung der Bauarbeiten komplett neu hergestellt werden. Ein eklatanter Fall von Verschwendung von Volksvermögen und damit eine eindeutige Steuergeldvernichtung“, so die beiden WIFF-Bezirksräte, die Bezirksvorsteher Papai auf diese Unsinnigkeit längst hingewiesen haben.
 
„Wir haben vorgeschlagen, die Sanierung vorerst nur bis zum Ende der Kirche, bis zum künftigen ‚ES‘-Baubereich, zu tätigen und den Rest der Fläche erst nach Fertigstellung des Neubauprojektes zwischen Pius Parsch-Platz und Brünner Straße zu erneuern. Doch Papai hat unseren Vorschlag mit der Aussage vom Tisch gewischt, die Neugestaltung des Bereiches zwischen Franz Jonas-Platz und Angerer Straße werde von der Stadt Wien als ein Gesamtprojekt gefördert und müsse daher in einem Zug fertig gestellt werden. Zudem müsse die Beseitigung etwaiger Zerstörungen des Bereiches durch Baufahrzeuge etc. dann ja ohnehin der Bauherr des neuen ‚ES‘-Projektes bezahlen…“ so Schimanek (WIFF) und staunt „über so viel – gelinde gesagt – Unverständnis und Kurzsichtigkeit“ und rät dem SPÖ-Bezirksvorstehers zu „Nachhilfeunterricht in wirtschaftlichem Denken“…
 
Fotos: Künftiger Kirchenvorplatz (Quelle: BV21), Neugestaltung des Bereiches neben dem „ES“, Projektvorschlag der Bauträger für das „ES“-Areal (Quelle: Moser Architects).