Polit-Meinungsumfragen unvollständig? – Für WIFF lautet die fehlende Frage: „Würden Sie wählen gehen?“

Fast wöchentlich werden in diversen Printmedien Umfragen auch über das gegenwärtige Wahlverhalten der Bevölkerung veröffentlicht (siehe z. B. Kronenzeitung vom 28. Februar). „Wir meinen, dass in all diesen Wahl-Umfragen die ganz wichtige Frage fehlt: ‚Würden Sie wählen gehen?‘“, sind die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald überzeugt.

Immerhin habe das Wahlergebnis 2020 deutlich gezeigt, dass immer mehr Wienerinnen und Wiener zumeist aus Frust, Unzufriedenheit oder auch aus Gleichgültigkeit auf die Abgabe ihrer Stimme verzichten. So etwa verweigerten in Floridsdorf satte 44,14 Prozent der Wahlberechtigten die Stimmabgabe für die Bezirksvertretung, bei der Gemeinderatswahl waren es immerhin noch 38,80 Prozent.
 
„Damit haben vor allem die Unzufriedenen aber genau das Gegenteil von dem erreicht, weswegen sie der Wahl fern geblieben sind: Statt des vermeintlichen Denkzettels haben die Nichtwähler in Floridsdorf z. B. der SPÖ infolge der Wahlarithmetik trotz weniger Stimmen deutlich mehr Mandate verpasst“, erinnern die beiden WIFF-Bezirkspolitiker und plädieren dafür, bei künftigen Wahl-Meinungsumfragen auch die Nichtwähler zu berücksichtigen.
 
„Immerhin sind das zumindest in Wien zum Teil bereits deutlich mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten! Ziel der Politik und aller Demokraten müsste es doch sein, möglichst viele dieser Nichtwähler zurück an die Urnen zu führen. Aber auch, indem man ihnen bei diversen Umfragen ‚eine Stimme’ gibt“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.