„Polizeischelte“… Ein Kommentar von WIFF-Landesparteiobmann Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.

Wenn man in den letzten Tagen die Printmedien durchgeblättert hat, drängt sich einem unweigerlich die Vermutung auf, in Wien würden an allen möglichen Ecken „handybewaffnete Gutmenschen“ postiert sein und nur darauf warten, Polizeieinsätze als Video bzw. im Bild festhalten zu können.

Dass es sich bei den Ursachen solcher Einsätze fast ausnahmslos um strafrechtlich relevante Vorfälle handelt, wird medial leider oft stark vernachlässigt. Im Vordergrund stehen zumeist die „armen, von Polizeibeamten verbal beleidigten oder zu hart angefassten“ Straftäter bzw. Verdächtigen.
 
Fast völlig unkommentiert bleibt hingegen das dem „harten Einschreiten“ der Polizisten vorausgegangene Verhalten der sogenannten „Schutzbedürftigen“. Da sehen sich die Beamten – etwa bei Demonstrationen – oftmals nicht nur mit Schmähungen und ordinärsten Beschimpfungen konfrontiert, sondern müssen sich schon vermehrt auch gegen körperliche Angriffe zur Wehr setzen (Anm.: Schade um die berittene Polizei von Ex-Innenminister Herbert Kickl bei in Gewalt ausufernden Demonstrationen… ).
 
Ist es daher verwunderlich, wenn irgend einmal auch der polizeiliche Geduldsfaden zu reißen droht? – Ich will hier keinesfalls gesetzwidrige Handlungen gut heißen. Aber ein wenig mehr Verständnis, korrekte Ursachenbeschreibung und Objektivität hat sich auch unsere Polizei verdient. Und vor allem: Die „Zeit der Samthandschuhe“ im – durchaus gesetzeskonformen – Umgang mit gewaltbereiten Straftätern muss endgültig beendet werden – auch Polizeibeamten im Einsatz darf das Recht auf Selbstverteidigung nicht abgesprochen werden!