Polizisten als mögliche „lebende Zielscheiben“: Bewachung von gefährdeten Einrichtungen ohne Schutzwesten

„Wir kommen im Falle eines Angriffes auf gefährdete Objekte wie etwa Botschaften völlig schutzlos als erste dran“, sagen zwei Polizisten, die nicht mehr länger schweigen wollen und sich an WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek um mögliche Unterstützung gewandt haben. Und es ist tatsächlich nicht zu glauben: Die Beamten werden zur Bewachung etwa von Botschaften und besonders gefährdeten Objekten ohne kugelsichere Schutzwesten abkommandiert. „Geradezu ein Skandal ist es, dass die Polizeibeamten angesichts der derzeit erhöhten Terrorgefahr in ganz Europa sogar zur Bewachung jüdischer Einrichtungen wie zum Beispiel der Schule oder des Altenheimes im 2. Bezirk oder zur islamischen Moschee in Floridsdorf ohne Schutzweste geschickt werden und dabei lediglich mit Glock-Pistolen bewaffnet sind. Hier wird seitens des Innenministerium ein gefährliches Spiel mit dem Feuer betrieben!“, stellt Bezirksrat Hans Jörg Schimanek (WIFF) fest und fordert, dass die zur Bewachung abgestellten Polizeibeamten SOFORT und nicht erst nach Umsetzung des zuletzt beschlossenen Sicherheitspaketes für die Exekutive entsprechend ausgestattet werden müssen. „Wenn ein Sarg, bedeckt mit der Nationalflagge, vor einer weinenden Familie und betroffenen Polizeikameraden in ein Grab gesenkt wird, ist es zu spät!“, so der Bezirkspolitiker abschließend.

Schutzwesten Kopie

Bildtext: Bewachung der Moschee in Floridsdorf ohne Schutzwesten für die Beamten (BILD: Joschi Tuczai)

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Das Islamische Zentrum in Wien-Floridsdorf. BILD: Wikipedia.