Posse um Alk-Verbot in Floridsdorf: Nach BV Papai (SPÖ) jetzt auch Bezirks-FPÖ als Trittbrettfahrer.

Das Streitthema um ein von WIFF – Wir für Floridsdorf sogar per Antrag im Bezirksparlament bereits erstmals 2013 und später wiederholt vergeblich gefordertes Alkoholverbot im Bereich Franz Jonas-Platz nimmt immer skurrilere Formen an. Nachdem die Bezirks-SPÖ rund fünf Jahre gebraucht hatte, um auf den „WIFF-Zug“ aufzuspringen und sich Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) im Vorjahr sogar via Medien als „Erfinder“ einer solchen Forderung aufgespielt hatte, setzt nunmehr die FPÖ-Floridsdorf noch eins drauf: Via Kronenzeitung und Parteiaussendung tönten die Blauen, sie hätten „als einzige Fraktion Ideen über die genaue Örtlichkeit einer Alkoholverbotszone vorgeschlagen“.

„Dieser Gedächtnisschwund erscheint bedenklich“, wundern sich nunmehr die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Als nämlich FPÖ-Klubobmann Berl am 16. Jänner 2019 in der Sozialkommission des Bezirkes voll Stolz den „Örtlichkeitsplan der FPÖ“ präsentierte und danach – unverständlicherweise auch mit Kritik an WIFF – über Medien, Homepage&Facebook auch die Öffentlichkeit an dieser „Leistung“ teilhaben ließ, dürfte ihm und seinen Mitstreitern offenbar entgangen sein, dass WIFF – Wir für Floridsdorf einen solchen Örtlichkeitsplan bereits im Dezember 2018 in einer Präsidialsitzung des Bezirks in Beisein seiner FPÖ-Fraktion vorgelegt und einer Diskussion in den ersten Monaten 2019 zugestimmt hatte.
„Dass der freiheitliche Vorschlag mit unserem bereits Wochen zuvor erstellten WIFF-Plan fast ident ist, dürfte sicherlich nur Zufall sein. Andererseits steht aber todsicher fest: Da der Kalender nicht rückwärts gezählt wird, kann WIFF seinen Vorschlag von jenem der Bezirks-FPÖ jedenfalls nicht abgekupfert haben“, so Schimanek und Turtenwald abschließend voll Amüsement. Letztlich sei aber wichtig, dass sich das Bezirksparlament raschest auf einen alkoholfreien Bereich im Bezirkszentrum einigt und dann gemeinsam „wie eine Frau und ein Mann“ für die Umsetzung durch den Wiener Gemeinderat kämpft.