Prost! Mahlzeit! – „Hundstrümmerl“-Plakat zum Mittagstisch…

„Da ist mir der Appetit komplett vergangen!“, ärgert sich die Floridsdorferin Andrea Z. noch heute über Ihr kürzliches Erlebnis als Gast des kleinen Schmankerl-Lokals „Amterl“ direkt gegenüber dem Amtshaus Am Spitz und schildert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek den – wie sie sagt – „gesamtheitlich ungustiösen“ Vorfall.

„Ich hatte im Schanigarten vor dem Lokal Platz genommen, gab meine Essensbestellung auf und las eine Zeitung. Wenig später servierte der Lokalbesitzer mein gewähltes leckeres Gericht. Als ich meinen Sessel zurecht rückte, stach mir plötzlich die nur wenige Meter entfernte Rückseite des Straßenbahn-Wartehäuschens ins Auge, was zu einem augenblicklichen Appetitverlust führte. Dort prangte nämlich ein riesiges Werbeplakat der Stadt Wien ‚gegen Hundekot auf den Straßen und Gehsteigen‘, darauf plastisch dargestellt auch ein dampfender Hundekot-Haufen“.
 
Ob der offensichtlichen Gedankenlosigkeit der Plakatfirma, ein solches Plakat just vor Schanigarten und Auslagenfront eines Speiselokals anzubringen, ersuchte Andrea Z. kurzerhand Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) auch im Interesse des Gastronomen um rasche Abhilfe.
 
„Die Mail-Antwort des Herrn Papai, er könne da nichts machen, hat mich dann aber doch einigermaßen erschüttert“, so die verärgerte Frau.
 
Daher an dieser Stelle ein wenig WIFF-„Nachhilfe“ für den Bezirksvorsteher: Ein offizieller Papai-Anruf bei der Plakatfirma Gewista hätte wohl ausgereicht, um mittels Neuplakatierung eine sofortige Entfernung der an dieser Stelle wahrlich unpassenden Werbebotschaft zu erwirken. Andernfalls hätte Papai letztlich auch die Möglichkeit gehabt, seine SPÖ-Parteigenossin, Stadträtin Sima, einzuschalten. Diese fungiert nämlich für die MA 48 als Auftraggeberin der Plakatserie…