Proteste gegen neue Gemeindebau-Standorte – WIFF: „Stadtrat Ludwig zerstört bestehende Lebensqualität und schafft künftige Slums!“

Proteste gegen neue Gemeindebau-Standorte – WIFF: „Stadtrat Ludwig zerstört bestehende Lebensqualität und schafft künftige Slums!“

„Pünktlich…“ – sprich rund drei Jahre nach dem SPÖ-Wahlversprechen 2015 (O-Ton Häupl&Ludwig: „Wir errichten wieder Gemeindebauten“) – will der selbsternannte Häupl-Nachfolger und seines Zeichens Wohnenstadrat Ludwig (SPÖ) 2018 tatsächlich den Startschuss zum Bau neuer Gemeindebauten geben. Allerdings lassen die „auserwählten“ Standorte vielen künftig als Anrainer der geplanten Neubauten betroffenen Gemeindemietern bereits jetzt die Haare zu Berge stehen. Denn der Wohnen-Stadtrat hat laut Liste der möglichen Standorte nichts anderes vor, als Bewohnern bereits seit Jahrzehnten bestehender Altbauten statt der vorgelagerten Grünflächen oder Garagen hohe Neubauten direkt vor die Nase zu setzen. So etwa auch nächst der Autokaderstraße oder der Berlagasse in Floridsdorf.

Bereits fix ist laut Ludwig (siehe „Österreich“-Bericht/Foto 1) das „Horrorprojekt Handelskai“ (O-Ton WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek). Dort sollen den Bewohnern des Gemeindebaues Handelskai 214 statt der vorhandenen zweigeschossigen Garagen künftig hohe Wohnblocks direkt vor die Nase gesetzt werden.

„Gerade dieses Vorhaben stellt nicht nur einen massiven Anschlag auf die Lebensqualität der schon seit Jahrzehnten dort lebenden Gemeindemieter dar, sondern wird unweigerlich zur Slumbildung auch in den künftigen Häusern führen. Die einstigen Planer der bestehenden Bauten haben nämlich nicht aus Jux und Tollerei nach der Handelskai-Eisenbahnlinie und der stark frequentierten vierbahnigen Straße eine Baumreihe gesetzt und danach die Garagen der Wohnanlage hingestellt. Vielmehr wird den Bewohnern dadurch eine gute Aussicht gewährt, vor allem aber auch rund um die Uhr vorhandener Lärm abgehalten“, ist Schimanek überzeugt.

Und an die Adresse von Wohnen-Stadtrat Ludwig: „Ein absolutes ‚JA‘ zu neuen Gemeindebauten – aber ein ebenso absolutes ‚Nein‘ zu Standorten, mit denen die Lebensqualität von Anrainern zerstört bzw. für künftige Bewohner gar nicht erst geschaffen wird!“

 
Bild 1 – 2: Ludwig-Projekt Handelskai 2014
Bild 3: Ludwig-Vorhaben nächst der Berlagasse
Bild 4: Ludwig-Projekt nächst der Autokaderstraße.