Rechnungshof: Vernichtende Kritik an SPÖ-Stadtrat Ludwigs „Konzern“ Wiener Wohnen – WIFF-Wir für Floridsdorf: „Wer ‚WW‘ nicht im Griff hat, ist als Wiens künftiger ‚Oberster Manager‘ und Bürgermeister mit Sicherheit ebenfalls ungeeignet!“

Mit dem Rücken zur Wand steht derzeit Wiens Wohnen-Stadtrat Ludwig (SPÖ). Er muss sich mit einem vernichtenden Rohbericht des Rechnungshofes betreffend den seit dem Jahr 2007 (!!!) in seiner Verantwortung stehenden „Moloch“ Wiener Wohnen auseinandersetzen. Laut einem Bericht von Kronenzeitung-Wien-Chef Michael Pommer geht es dabei um sage und schreibe 833 Millionen Euro (!!!) Bilanzverlust im Jahr 2015, hohe Gehälter und Unsummen an Fehlverrechnungen.

 
Für die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ein erneuter Beweis dafür, „dass der Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Bezirksparteichef Ludwig den für unsere Stadt so immens wichtigen Gemeindebaubereich mit seinen rund 220.000 Wohnungen überhaupt nicht im Griff hat. Wie soll er es dann schaffen, in Person des Wiener Bürgermeisters als oberster Manager der Bundeshauptstadt erfolgreich zu sein?“
 
Ludwigs nervöse Reaktionen auf den Rechnungshof-Rohbericht und vor allem seine Behauptung, Wiener Wohnen bilanziere seit 2016 ausgeglichen, gehen nach Meinung von Schimanek und Turtenwald völlig ins Leere. „Seit Jahrzehnten und auch unter Ludwigs Zuständigkeit seit 2007 häufen sich bei Wiener Wohnen Misswirtschaft und Korruptionsfälle. Doch selbst das Ziehen der ‚Notbremse‘ vor etwa zwei, drei Jahren wurde für Ludwig&Co. zum Bumerang. Weil nämlich bei Wiener Wohnen die Schulden explodierten, nahm man das Auffliegen einiger Verdachts – und auch erwiesener Korruptionsfälle zum willkommenen Anlass, um u. a. die komplette Sanierung leer werdender Gemeindewohnungen und Teilsanierungen in manchen Bauten fast völlig einzustellen“, so Schimanek und Turtenwald.
 
Sie verweisen darauf, dass durch diese Maßnahmen bereits zahlreiche für Wiener Wohnen tätig gewesene Wiener Unternehmen zu Mitarbeiter-Entlassungen gezwungen wurden. „Wegen einiger seit Jahren und sogar Jahrzehnten aufgrund mangelnder Beamtenaufsicht bzw. Korruption wie Maden im Speck tätig gewesener ‚Schwarzer Unternehmer-Schafe‘ kommen jetzt durch die überzogene Reaktion von Wiener Wohnen auch die ehrlich arbeitenden Wiener Firmen zum Handkuss“, ist Schimanek nach vielen Gesprächen mit betroffenen Wirtschaftstreibenden überzeugt.
 
Zudem werde diese verfehlte Politik mit Sicherheit zum Bumerang werden. „Verzichtet man auf erforderliche Sanierungen in Wohnungen bzw. begleitende Reparaturen, steigen künftige Kosten bzw. verfällt der Wert des jeweiligen Objektes. Ebenso kontraproduktiv sei laut Schimanek der von Wiener Wohnen auf die Firmen ausgeübte Preisdruck. „Wer zu den von Wiener Wohnen ‚vorgegebenen‘ Preisen arbeitet, muss bei der Qualität sparen, will er nicht bald danach Bekanntschaft mit dem Konkursrichter machen. Aber der Begriff ‚Umwegrentabilität‘ – nicht zuletzt auch im Hinblick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen zu bewerten – dürfte ‚Möchtegern-Bürgermeister‘ Ludwig und seinen Experten offenbar nicht geläufig sein“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend mit dem Hinweis, für Ludwig bei Bedarf jederzeit mit zahlreichen Beweisfällen zur Verfügung stehen zu wollen.