Riesenskandal um Sanierung im Gemeindebau Prager Straße 31: Genehmigter Kostenvoranschlag explodierte

Riesenskandal um Sanierung im Gemeindebau Prager Straße 31: Genehmigter Kostenvoranschlag explodierte um ein sattes Drittel. Wiener Wohnen will jetzt die Mieter zur Kassa bitten

€ 6.054.891,16 sollte die Sanierung der Stiegen 1 bis 19 in der Gemeindewohnhausanlage Prager Straße 31 / Tetmajergasse 11 kosten. Jetzt, nach Fertigstellung, legt Wiener Wohnen eine „Endabrechnung“ in Höhe von 8.059.433,65 vor und will die Mieter durch eine neuerliche Anhebung des Mietzinses für diesen „Finanzpfusch“ zur Kasse bitten.
„Es ist schier ungeheuerlich, mit welcher Unverfrorenheit Wiener Wohnen unter den Augen des zuständigen Stadtrates und Floridsdorfer SP-Bezirksparteiobmannes Ludwig versucht, den Gemeindemietern das Geld aus der Tasche zu ziehen“, ärgert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und stellt fest: „Die Vorgangsweise von Wiener Wohnen bei Sanierungsvorhaben muß raschest einer genauen Prüfung durch unabhängige Bau- und Finanzexperten unterzogen werden.
Prager Str-Dunantg KopieDenn fast immer werden rote Wohnbaugenossenschaften mit der Durchführung von Sanierungen betraut – und fast ebenso oft enden diese Vorhaben dann in Form von mehr oder weniger großen Skandalen. Hauptsache, die Genossenschaften können für ihre Tätigkeit nicht gerade unbeträchtliche Summen kassieren. Herr Ludwig hat längst den Überblick über sein Ressort verloren und sollte raschest einem Fachmann Platz machen, um in Zukunft noch weitere ‚Unfälle‘ auf Kosten der Gemeindemieter zu vermeiden!“
Die Bewohner in der Prager Straße können aber vorerst aufatmen. Die Schlichtungsstelle hat die Wiener Wohnen-Forderung nach einer weiteren Mietzinserhöhung vorerst abgelehnt. „WIFF wird in dieser Sache jedenfalls weiter am Ball bleiben“, verspricht Schimanek