Ruthnergasse: Illegale Autowerkstätte abgebrannt – WIFF: „Behördenversagen!“

Was Anrainer seit langem befürchtet haben, ist jetzt Wirklichkeit geworden: Eine in der Ruthnergasse hinter der alten Traktorenfabrik illegal betriebene Autowerkstätte sowie mehrere auf den Grünflächen abgestellte Fahrzeuge und Wracks sind kürzlich einem Brand zum Opfer gefallen, wobei es zu mehreren Explosionen der Treibstofftanks der Autos kam.

„Dieser Vorfall war absolut vermeidbar, hätte die Behörde, die von dem illegalen Betrieb seit rund einem Jahr ebenso in Kenntnis war wie Bezirksvorsteher Papai (SPÖ), rigoros eingegriffen. Papai hat zumindest den Magistrat über die Anrainerbeschwerden informiert – und zwar schon am 27. Jänner 2020 – Erfolg gleich Null“, übt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek heftige Kritik und zitiert aus einem Schreiben der Behörde:
„Seitens der MA 36 konnte bei einer Erhebung am 12. 2. 2020 festgestellt werden, dass sich in der Werkstätte unter anderem eine Hebebühne und ein Kompressor befinden.
Seitens der MA 59 konnte bei einer Erhebung am 21. 2. 2020 keine gewerbliche Tätigkeit festgestellt werden.
Die verantwortliche Person wurde mit Schreiben vom 30. 4. 2020 dahingehend verständigt, dass, sofern er eine gewerbliche Tätigkeit auszuüben beabsichtigt, er um eine Genehmigung der Betriebsanlage ansuchen muss“.
„Die Aktivitäten in dieser illegal betriebenen Werkstätte, wo sogar Lackierungen vorgenommen wurden, beschränkten sich nach unseren Beobachtungen stets auf die Abendstunden und die Wochenenden. Obwohl darüber informiert, verzichteten die beiden Magistratsabteilungen aber auf unangekündigte Kontrollen während dieser Zeiten. Auch die Tatsache, dass zahlreiche Autowracks auf unbefestigten Grünflächen abgestellt waren, fiel den Beamten nicht auf bzw. blieben sie untätig. Hier wäre es wohl Aufgabe der Magistratsdirektion, eine interne Überprüfung anzuordnen. Immerhin werden ‚dank‘ der Behördenuntätigkeit die Steuerzahler ja jetzt für den Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei zur Kasse gebeten“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und präsentiert eine beweisstarke Fotoserie.
Fotos: Franz Hödl.