Ruthnergasse: Nach WIFF-Intervention läuft Abbruchverfahren gegen illegale Autowerkstätte.

Jahre lang wurde nächst der ehemaligen Traktorenfabrik in der Ruthnergasse in einem Zelt (!) ungestraft eine illegale Kfz-Werkstätte betrieben, sogar Lackierarbeiten wurden durchgeführt. Zudem waren – und sind – auf dem unbefestigten Grund zahlreiche Autowracks deponiert. Aufgrund von Bürgerbeschwerden und sogar einer Intervention von Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) setzte sich im Februar 2000 der „Amtsschimmel“ langsam in Bewegung, wodurch sich die Betreiber der Pfuscherwerkstätte allerdings nicht beirren ließen. Und nachdem das „Werkstättenzelt“ im Herbst des Vorjahres trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr völlig abgebrannt war, wurde flugs eine neue Arbeitsstätte, diesmal aus Holz, errichtet. Allerdings wieder illegal.

„Jetzt dürfte aber endgültig Schluß sein mit der Unverfrorenheit der Betreiber. Wir haben über Ersuchen der Anrainer deutlichen Druck gemacht und es konnte schließlich seitens des Magistrats nach mehreren Anläufen das „unbefugte Betreiben eines Gewerbes“ festgestellt werden. Ebenso gibt es für den Holzbau keine behördliche Bewilligung, nach der jüngsten Nachschau vor wenigen Wochen ist die Erlassung eines Abtragungsauftrages in Arbeit“, berichtet WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Zugleich fordern er und sein WIFF-Bezirksratskollege Ossi Turtenwald die Kontrollorgane der Stadt auf, den gesamten Behördenverlauf einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. „Dieser spezielle Fall mit sage und schreibe drei amtshandelnden Zuständigkeitsbereichen ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Behördenfall in seiner Gesamtheit allein schon aus Kostengründen nicht ablaufen sollte. Wir stehen den Kontrollorganen mit Informationen und Beweismaterial jedenfalls gerne zur Verfügung“, so die beiden Bezirkspolitiker abschließend.
– Fotos: Franz Hödl, Helmut Sommerer.