S-Bahn-Station „Jedlersdorf“: ÖBB-Lokführer gegen Anrainer – FP-Antrag im Gemeinderat ohne Mehrheit – Dominik Nepp (FPÖ): „Letztes Wort ist noch lange nicht gesprochen!“

Die von WIFF aufgedeckten Bemühungen zahlreicher Anrainer gegen die – gelinde gesagt – unverständlichen Praktiken mancher ÖBB-Lokführer im Bereich der S-Bahn-Station „Jedlersdorf“ geht in die nächste Runde.

„Wir verstehen einfach nicht, warum Lokführer ihre schweren Dieselloks direkt im Bahnhofsbereich vor den Fenstern unserer benachbarten Wohnhäuser oft viele Stunden lang mit laufenden und abgasintensiven Motoren abstellen und über die Gleisanlagen in Richtung Betriebsgebäude verschwinden. Und wir verstehen auch nicht, warum regelmäßig schwere Lastzüge mit lautstarken Bremsmanövern direkt vor unseren Fenstern halten, jeweils ein oder zwei Personen aus den Loks aussteigen, quer über die Gleise gehen und dort auf dem Bahnsteig auf die S-Bahn in Richtung „Floridsdorf“ warten, während sich die Züge lautstark wieder in Bewegung setzten“, so die vom Lärm betroffenen Anrainer. Sie alle haben das Bestehen der S-Bahn-Station gegenüber ihren Wohnblocks bewusst in Kauf genommen. „Wir akzeptieren den Betrieb selbstverständlich. Aber völlig unverständliche und sinnlose Lärmbelästigungen wollen wir nicht mehr länger hinnehmen“.
 
FP-Landesobmann Dominik Nepp hatte sich zuletzt des Falles angenommen und in einem Antrag im Wiener Gemeinderat die für Verkehr bzw. Wohnen zuständigen SPÖ-Stadträtinnen aufgefordert, im Sinne der Betroffenen tätig zu werden. „Leider wurde unser Antrag lediglich von der ÖVP-Fraktion unterstützt“, heißt es seitens der FPÖ, aber das letzte Wort sei da mit Sicherheit noch nicht gesprochen.