Schildbürgerstreich des Innenministeriums: Verkehrsübungsplatz der Polizei in Strebersdorf an Busunternehmen vermietet

Ab sofort keine Aus- und Weiterbildungskurse mehr für Polizei, BH, Berufsschulen und Private.

Der seit vielen Jahren stark frequentierte Verkehrsübungsplatz der Polizei in der Trautzl-Gasse in Strebersdorf ist seit kurzem Geschichte. Nach Schließung der dort betriebenen Bundesprüfanstalt für Kraftfahrzeuge wurde der auf dem selben Areal befindliche einzige derartige Übungsplatz in Wien einfach gesperrt und an ein Autobusunternehmen (Blaguss) vermietet. Zuvor war die Anlage seit vielen Jahren vom Verein zur Förderung der Verkehrssicherheit in Wien in enger Zusammenarbeit mit der Polizei für die Aus- und Weiterbildung von Polizisten, Bundesheersoldaten sowie Schülern diverser Wiener Berufsschulen und auch Privatpersonen betrieben worden. Als Ausbilder fungierten fünf Polizeibeamte.

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„Da haben sich die Pfennigfuchser im Innenministerium einen wahren Schildbürgerstreich geleistet. Sparen auf Kosten der Verkehrssicherheit ist wohl mehr als kontraproduktiv“, sagt dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, der von Polizeibeamten und Schülern der Berufsschule für Kfz-Technik über den Sachverhalt informiert worden war. Er fordert jetzt eine rasche Prüfung der Sachlage. Es könne nicht sein, dass seitens des Innenministeriums immer wieder mit teuren Plakatserien etc. für mehr Verkehrssicherheit geworben, auf der anderen Seite aber den praktischen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten vor allem junger Verkehrsteilnehmer durch geschulte Polizeibeamte einfach mit einem fetten Rotstrich ein Ende bereitet werde, so Schimanek abschließend.VFV2