Schlamperei bei Wiener Wohnen läßt Mieter frieren – 2013, Teil 2

BODENLOSE SCHLAMPEREI BEI WIENER WOHNEN LÄSST MIETER IN ZWEI GEMEINDEBAUTEN BEI MINUSGRADEN IN IHREN WOHNUNGEN FRIEREN

Bei Eiseskälte mussten zahlreiche Mieter in den Gemeindebauten Ödenburger Straße 73 – 85 und Mühlweg 43 in ihren Wohnungen mehrere Tage lang frieren. Wiener Wohnen hatte es trotz Jahre langer Beschwerden von Bewohnern und Rauchfangkehrer verabsäumt, defekte Kamine reparieren zu lassen. Dem Rauchfangkehrer blieb ob einer in Kraft getretenen und auch für Österreich gültigen Sicherheitsrichtlinie nichts anderes übrig, als über zahlreiche Wohnungen und Reihenhäuser eine „Gesetzliche Heizsperre“ zu verhängen. Wie es zu dem wohl beispiellosen – und hoffentlich mit entsprechenden Folgen für die Verantwortlichen verbundenen – Skandal gekommen ist, entnehmen Sie bitte nachfolgenden Berichten der Kronenzeitung und der DFZ – DIE FLORIDSDORFER Bezirkszeitung.

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Zum Glück hatten sich Mieterbeiräte und Mieter beider Gemeindebauten nach langen, vergeblichen Bemühungen bei Wiener Wohnen zuletzt an WIFF – Wir für Floridsdorf um Hilfe gewandt. Und die beiden WIFF–Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald wurden umgehend aktiv – sie brachten die skandalösen Zustände samt der ebenso skandalösen Vorgangsweise von Wiener Wohnen an die Öffentlichkeit. Erst danach wurde man bei Wiener Wohnen aktiv. Und was vorher unter Vorspiegelung falscher Angaben  „nicht machbar“ war, lief plötzlich wie geschmiert. Die Kamine wurden vorerst provisorisch betriebsfähig gemacht und nach mehreren Frost-Tagen in ihren Wohnungen konnte das Heizverbot letztlich aufgehoben werden.

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Den von Wiener Wohnen zugesagten Schadensersatz in Höhe einer halben Monatsmiete bezeichnen die beiden WIFF-Bezirksräte schlechtweg als „Witz“: „Viele Betroffene mußten sich Urlaub nehmen um in ihren Wohnungen nach dem Rechten zu sehen. Erkrankungen waren die Folge der eiskalten Wohnungen und nicht zuletzt muß Wiener Wohnen auch für die erhöhten Stromkosten, die durch den Betrieb von Heizlüftern und Radiatoren entstanden sind, aufkommen! Etwa in den USA würden derartige Fehlleistungen zu Schadenersatzzahlungen wohl in Millionenhöhe führen“, so Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Beide Politiker werden die Betroffenen jedenfalls bei ihren Bemühungen zur Durchsetzung ihrer durchaus nicht unangemessenen Forderungen unterstützen. WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek: „Nötigenfalls werden wir den Leuten bei der gerichtlichen Geltendmachung des Schadenersatzes in Form eines unverlierbaren Musterprozesses behilflich sein“.

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