„Schöne“ Aussichten: Mieten&Gebühren stiegen&steigen höher als Nettoeinkommen der Menschen.

Wie eine „Bombe“ hat der jüngste „Kronenzeitung“-Gebühren-Preisvergleich in der Öffentlichkeit eingeschlagen und erinnert „coole Rechner“ umgehend an das Jahr 2015 (siehe DFZ-Titelseite im Anhang). Speziell die Mieten sind im letzten Jahrzehnt geradezu „explodiert“ – im privaten Bereich oft bis zu 50%. Aber auch im Gemeindebau wurden&werden die zumeist wenig betuchten Bürger mit einer Mietsteigerung von zuletzt 23 Prozent gehörig zur Ader gelassen. Im Vergleich dazu: Das verfügbare Nettoeinkommen pro Person steigerte sich in den letzten zehn Jahren um lediglich 17 Prozent. „Krone“-Redakteur Alexander Schönherr brachte es daher kurzerhand auf den Punkt: „Wir wurden ärmer!“

Abgesehen von der Preissteigerung beim „Index-Warenkorb“ – plus 19,4% seit 2010 – findet man viele Ursachen der Teuerung etwa in Wien großteils in der städtischen Verwaltung. „Vor allem die steten Gebührenerhöhungen etwa für Müllabfuhr, Wasser oder Kanal wirken sich über die Betriebskosten deutlich auf die Höhe des Gesamt-Mietzinses aus. Wenn daher die SPÖ immer wieder gegen den ‚Mietwucher‘ zu Felde zieht, sollten sie besser vor der eigenen Tür, sprich dem Wiener Rathaus, sauber machen, den Sparstift ansetzen und ‚Milliardengräber’ wie etwa ‚Wiener Wohnen‘ auf Vordermann bringen“, fordert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Auch die gegenständlichen „Ausreden von Bgm. Ludwig&Co (SPÖ)“ lässt Schimanek nicht gelten: „Wenn sich die Rathaus-Genossen anlässlich jeder Gebührenerhöhung auf die gesetzlich vorgesehene Richtwertanpassung ausreden, darf daran erinnert werden, dass eben diese Bestimmung just ab 1. April 2018 (leider kein Aprilscherz…) unter der Regierung ihres damaligen Bundeskanzlers Gusenbauer rechtskräftig wurde“. Zudem bestehe laut Schimanek ja auch die Möglichkeit, diese regelmäßige Richtwertanpassung zwecks Entlastung der Bevölkerung zum Beispiel für zwei Jahre auszusetzen…