„Selbstbewusster“ Wohnen-Stadtrat Ludwig löst Shitstorm bei Gemeindemietern aus: „Wenn er keine Ressortprobleme sieht, ist der Mann bestenfalls völlig realitätsfern!“

Einen heftigen Sturm der Entrüstung hat in vielen Wiener Gemeindebauten der von der Kronenzeitung (12. Jänner 2017/siehe Anhang) unter dem Titel

„Wohnbaustadtrat Ludwig glaubt weiter an sich und sieht keine Ressortprobleme
Der selbstbewusste Michael L.“
veröffentlichte Artikel ausgelöst. Er trete laut Kronenzeitung mit größtem Selbstbewusstsein in die Gespräche betreffend eine Umbildung der Stadtreierung, sehe sich als kein Ablösekandidat und werde Wohnbaustadtrat bleiben. Man solle ihm bitte erklären, welche Probleme es in seinem Ressort gebe, große Kritikpunkte seien ihm keine bekannt.
„Angesichts solch pampigen Aussagen kann man den aus Wiener-Wohnen-Erfahrung empörten Gemeindemietern nur Recht geben: Realitätsferne ist wohl der gelindeste Vorwurf, den man dem unsäglichen Wohnbaustadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Obmann Ludwig machen kann. Und wenn er sich auf das ‚beste Ergebnis bei der Wahl in den Stadtsenat‘ beruft, soll er nicht verschweigen, dass er als einziger der SPÖ-Stadträte samt Bürgermeister und Vize auch die Stimmen der FPÖ-Gemeinderäte erhalten hat. Aber nicht, weil er so toll ist, sondern weil die FPÖ ganz offensichtlich für etwas Wirbel in die Reihen der Rathaus-SPÖ bringen wollte“, erinnert WIFF-Landesparteiobmann Hans Jörg Schimanek den „selbstbewussten“ Wohnen-Stadtrat an die Realität.
WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald, der gemeinsam mit seinen Kollegen Hans Jörg Schimanek und Jasmin Turtenwald regelmäßig in den Floridsdorfer Gemeindebauten unterweg ist, listet gleich eine ganze, aber – wie er sagt – keinesfalls vollständige Liste von Skandalen in Ludwigs Wohnen-Ressort allein in Floridsdorf auf, bei denen Steuerzahler und Gemeindemieter um Millionen geschädigt wurden und werden. „Ich erinnere da nur an die skandalträchtigen Vorgänge bei den Sanierungen der Wohnhausanlagen in der Siemensstraße, Justgasse, Mühlweg, Amperegasse oder der Anlage Kainachgasse/Aistgasse, wo beispielsweise als ‚behindertengerecht‘ geförderte Lifteinbauten den Einstieg auch für Rollstuhlfahrer jeweils nur in den Halbstocken nach Überwinden von 10 Stufen!!! ermöglichen. Von den zahlreichen ‚kleineren‘ Skandalen, wie in den Betriebskosten verrechnete, aber nicht erfolgte Rasenbewässerung bzw. Gartengestaltung und den fast täglichen Fehlleistungen bei Wiener Wohnen ganz zu schweigen. Völlig verdrängt haben dürfte der Herr Stadtrat zuletzt auch das sich alljährlich wiederholende Chaos durch die mangelnde Schneeräumung in den Wiener Gemeindebauten  Die Beweiskette zu nicht nur diesen unseren Vorwürfen ist jedenfalls lückenlos“, so der selbst viele Jahre bei Wiener Wohnen tätige WIFF-Bezirksrat.
Auch Ungereimtheiten beim Verkauf von stadteigenen Baugrundstücken, meist an mit der SPÖ „befreundete“ Wohnbaugenossenschaften, dürften Ludwig demnächst zu schaffen machen. „Ein eklatantes Beispiel ist der Verkauf des Areals des ehemaligen Tröpferlbades Ecke Weisselgasse/Brünner Straße, also in Bestlage im Bezirkszentrum. Dieses Gustostückerl, wo jetzt bereits schöne Genossenschaftswohnungen zur Vergabe anstehen, wurde laut Eigenangabe Ludwigs ohne Ausschreibung um 909.000 Euro verkauft“, erinnert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek an diese dubiose Vergabe zum Dumpingpreis. WIFF hat nach dem Verkauf des Areals Schätzungen von unabhängigen  Wohnbaugesellschaften und Sachverständigen eingeholt, die den Verkaufswert zwischen 1,5 und 2,5 Mio Euro geschätzt haben. Hier wird Ludwig vermutlich schon bald Erklärungsbedarf haben. Nicht immer werde es, wie etwa bei dem am 23. Juli 2008 vom „Unabhängigen Mieterbeirat“ des Hugo Breitner Hofes eingebrachten Amtsenthebungsantrags (siehe Anhang) gegen Wohnen-Stadtrat Ludwig, zur Schubladisierung durch den Bürgermeister kommen können, schließt Schimanek.