Siemensäcker: Anrainer nach Bombenalarm evakuiert – Forderung nach UVP-Prüfung bestätigt.

Die Langzeit-Forderung der Anrainer, das bereits auf Hochtouren laufende Großwohnbauprojekt „Siemensäcker“ umgehend einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterziehen, wurde nunmehr durch einen Bombenfund samt Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr an der Baustelle deutlich untermauert. Bis zur Bergung der Fliegerbombe wurden die Anrainer weiträumig evakuiert.

„Das wird nicht die einzige Bombe sein“, sind die Sprecher der Bürgerinitiative „Siemensäcker“, Alexander Kropf und Helmut Sommerer, überzeugt und hoffen jetzt auf eine rasche Entscheidung der von der BI neuerlich angerufenen Verwaltungsgerichtsbarkeit. Immerhin liegt ja eine Entscheidung des VWGH auf dem Tisch, mit dem die Verweigerung einer UVP durch die Stadt Wien (MA 22 / Umwelt) verworfen wurde.
 
„Dass trotz dieses VWGH-Urteils Tag und Nacht weiter gebaut wird, ist – ebenso wie die Untätigkeit der Wiener Behörden – nicht nachvollziehbar. Immerhin ist ja mittlerweile bekannt, dass sich auf dem Gelände illegale Altlasten und – wie sich nunmehr gezeigt hat – auch Blindgängerbomben aus dem 2. Weltkrieg befinden. Die Bauträger beschränken sich aber bei der Sanierung des Untergrundes fast nur auf jene Flächen, auf denen auch gebaut wird. Im Zuge einer Umweltverträglichkeitsprüfung würde hingegen die Aufspürung und Entsorgung aller vorhandenen Altlasten und Kriegsrelikte angeordnet werden“, übt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek heftige Kritik an Umweltstadträtin Sima (SPÖ) und der MA 22. Er hofft angesichts der Dringlichkeit der Sachlage auf eine rasche Entscheidung des von der Bürgerinitiative „Siemensäcker“ angerufen Höchstgerichtes.