Siemensäcker: „Grundwasserproblem für „Wolfsgrube“ wird von Behörden und Bauträgern bagatellisiert!“

Seit die Wiener Umweltbehörde für die geplante Hoch- (und Tief-)verbauung der sogenannten „Siemensäcker“ zwischen  „Siedlung Wolfsgrube“, Heinrich von Buol-Gasse und dem Siemens-Areal – laut einem von den Gegnern konsultiertem Anwaltsexperten gegen geltendes Recht – auf die Vorschreibung einer Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet hat, ist „Feuer am Dach“ in der Siedlung. Die Bewohner fürchten durch die Errichtung der tiefen Fundamente für die geplanten 35-Meter-Wohntürme einen massiven Eingriff in den Grundwasserbereich. Zum Beweis führt Siedlersprecher Helmut Sommerer die jüngsten Erfahrungen beim Kelleraushub für ein Einfamilienhaus in der Siedlung an: „Hier zeigt sich, wie hoch der Grundwasserpegel bei uns tatsächlich liegt und bestätigt unsere täglich mehrfachen Messungen. Auch dürften die sogenannten Experten des Magistrats die Ereignisse des Jahres 2010 aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben, als damals zahlreiche Häuser unserer Siedlung bis in die Wohnräume überflutet waren. Wenn man jetzt zahlreiche Flächen auf den Siemensäckern durch Bauwerke versiegelt und noch dazu weit in die Tiefe baut, sind der Anstieg des Grundwasserspiegels und erneute Überflutungen in unserer Siedlung vorprogrammiert“, so Sommerer und kündigt „unverzichtbare gerichtliche Schritte“ gegen das bestehende Projekt man. Der Siedlersprecher abschließend zu WIFF:  „Wir sind in keinster Weise gegen eine Nutzung des Areals für den Wohnbau. Aber in verträglicher Form. Keinesfalls mit 325-Meter-Wohntürmen und ohneUmweltverträglichkeitsprüfung sowie ohne nachvollziehbares Verkehrskonzept!“