Siemensäcker: Letzter natürlicher Grünstreifen soll Asphalt&Beton weichen – WIFF-Schimanek: „So wird der Umweltgedanke mit Füßen getreten“.

Während sich die „hohe Stadtpolitik“ tagtäglich in lautstarken „Umweltschwüren“ ergeht, wird bei einem der „Lieblingsprojekte“ von Bürgermeister Ludwig und seinem Floridsdorf-Statthalter und Bezirksvorsteher Papai (beide SPÖ) auf den sogenannten „Siemensäckern“ der Natur und Tierwelt geradezu Gewalt angetan.

„Jetzt soll auch der letzte noch vorhandene natürliche Grünstreifen zwischen unserer Gartensiedlung ‚Wolfsgrube‘ und den neuen Wohnblocks in Form einer ‚Durchwegung‘ zerstört und damit den hier noch lebenden Tieren der letzte Rückzugsraum genommen werden“, schlägt Helmut Sommerer, Sprecher der Bürgerinitiative „Siemensäcker“, Alarm. Und auch Michaela Lehner appelliert namens „Tierschutz Austria“ an Bürgermeister Ludwig und die Wiener Umweltbehörde, hier umgehend einzuschreiten: „Setzen Sie sich bitte gegen die Durchwegung des letzten naturbelassene Teiles der Siemensäcker ein. Geben Sie den Wildtieren, deren Lebensraum ’Siemensäcker’ vollkommen verbaut wurde, die Möglichkeit in diesem letzten Stückchen Grün in Ruhe zu leben“.
 
Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek liegt ein großer Teil der Verantwortung für die nunmehrige Situation in der aus seiner Sicht „verfehlten Rechtssprechung“ der Verwaltungsgerichtsinstanzen. Diese hatten die von der Bürgerinitiative eingebrachte Forderung nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung für das gesamte Großbauprojekt abgelehnt. „Ich hoffe, die Damen und Herren in ihren Talaren werden sich die ‚Causa Siemensäcker‘ und die Folgen ihrer damaligen Rechtsprechung bei etwa anstehenden ähnlichen Fällen in Erinnerung rufen“, so Schimanek.