Siemensäcker: Naturschutzbehördliches Verfahren fehlt nach wie vor – Dennoch rollen Bagger und Dampfwalze…

Die „Bürgerinitiative Siemensäcker“ gegen die geplante Hochverbauung (35-Meter-Wohntürme) des Areals neben dem Siemens-Werksgelände in der Heinrich von Buhl-Gasse lässt die Alarmglocken läuten.

„Obwohl eine höchstgerichtliche Entscheidung über eine unserer Meinung nach zwingende, aber von den Bauwerbern und der rot&grünen Rathaus-Koalition nach wie vor mit der Begründung „Nicht erforderlich“ abgelehnte, Umweltverträglichkeitsprüfung des Projektes nach wie vor aussteht und auch ein von uns seit 2015 gefordertes Naturschutzbehördliches Verfahren seitens der MA 22 nach wie vor nicht in die Wege geleitet wurde, sind auf dem Gelände bereits seit Wochen Bagger und Dampfwalze im Einsatz“, empört sich BI-Sprecher Helmut Sommerer im Gespräch mit den WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Sommerer verweist neben der drohenden Gefahr einer Beeinträchtigung des Grundwasserhaushalts auch darauf, dass auf dem Areal streng geschützte Tierarten, wie etwa die  besonders gefährdeten Zauneideichesen, leben. „Diese Tiere haben durch die Bautätigkeit speziell zu dieser Jahreszeit keine Überlebenschance“, so Sommerer an die Adresse der Wiener Naturschutzbehörde. – Zur Zeit lässt die Bürgerinitiative mögliche rechtliche Schritte sowohl gegen den Bauwerber wie auch gegen Mitarbeiter zuständiger Magistratsabteilungen prüfen.