Siemensäcker: Obwohl UVP-Frage noch gerichtsanhängig ist, fürchtet Bürgerinitiative weiteres Großprojekt auf Siemens-Areal

Obwohl die von der Bürgerinitiative Siemensäcker eingeforderte, vom Wiener Magistrat jedoch abgelehnte, Umweltverträglichkeitsprüfung der geplanten Hochverbauung zwischen dem Siemens-Areal und der Gartensiedlung „Wolfsgrube“ nach wie vor beim Verwaltungsgerichtshof anhängig ist, fürchten Initiativensprecher Helmut Sommerer und dessen Mitstreiter bereits die Vorbereitung eines weiteren Großprojektes.

„Siemens bereitet offenbar den Verkauf eines weiteren Teilgrundstücks westlich der Siemensäcker vor, das zum Stadterweiterungsprojekt EUROPAN 12 zählt und hat dort bereits mit den Abbrucharbeiten begonnen.“, so Sommerer zu WIFF. –

Die Anrufung des Verwaltungsgerichtshofes durch die BI Siemensäcker betreffend das von der Stadt verweigerte UVP-Verfahren hat jetzt offenbar die zuständige MA 22 aktiviert. „Zeitgleich wurden drei weitere geforderte UVP-Verfahren anderer Bürgerinitiativen gegen Großbauprojekte mit Begründungen abgelehnt, die seitens der RA-Sozietät Wolf Theiss als Rechtsbeistand unserer BI Siemensäcker als ‚eindeutig rechtswidrige Auslegung des UVP-Gesetzes durch die Behörden‘ bezeichnet werden. Der Versuch, künftige UVP-Verfahren quasi gänzlich im Keim zu ersticken, markiert einen neuen Tiefpunkt im Bereich Bürgerbeteiligung der Stadt Wien „, so Alexander Kropf von der BI Siemensäcker zu WIFF.