Siemensäcker: Start der Abbrucharbeiten auf dem Siemens-Gelände – Anrainer fragen: „Wie lange bleibt unser Grün noch erhalten?“ – Bürgerinitiative hofft auf UVP-Bescheid durch Oberstgericht

Obwohl der Bundesverwaltungsgerichtshof noch gar nicht darüber entschieden hat, ob vor der Verbauung der „Siemensäcker“ nächst der Siedlung „Wolfsgrube“ nicht doch – wie von der „Bürgerinitiative Siemensäcker“ gefordert – eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist, beginnen auf dem Siemens-Gelände offensichtlich bereits die Abbrucharbeiten. „Dies trotz der Tatsache, dass bis zur Entscheidung des VerwGH rechtlich nach wie vor unklar ist, wann, wie bzw. ob auf den Siemensäckern überhaupt gebaut werden darf“, so die Vertreter der Bürgerinitiative, Helmut Sommerer und Mag. Alexander Kropf, zu den WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Obwohl gerade in Sachen Umwelt und Tierschutz noch zahlreiche Fragen ungeklärt seien, würde die Sozialbau AG auch mit Unterstützung der MA 22 unbeirrt den Weg der Verleugnung von Problemen weiter gehen, so Helmut Sommerer. So habe bereits am 12. Juli fast unbemerkt eine erste Baumbesichtigung zur Bestandsaufnahme stattgefunden. „Wir werden ein wachsames Auge darauf haben, dass ohne rechtsgültiger Genehmigung kein einziger Baum unseres seit 36 Jahren gewachsenen Naturrefugiums entfernt wird. Und Bezirksvorsteher Papai werden wir ob der von ihm zwar noch für 2016 versprochenen Gespräche zum Verkehrskonzept, auf die wir aber nach wie vor warten, vor den Vorhang bitten“, so Helmut Sommerer abschließend.