Siemensäcker: „Zweierlei Maß“ der Behörde…

Während für die Bewohner der unmittelbar an die Wohnblock-Großbaustelle „Siemensäcker“ angrenzenden Gartensiedlung „Wolfsgrube“ – so wie für alle Gartenbesitzer in der Bundeshauptstadt – der Betrieb von Verbrennungsmotor-Rasenmähern an Wochenenden jeweils ab Samstag, 12 Uhr, streng verboten ist, dürfte es für die für den „rotlastigen“ Wohnbauträger „Sozialbau“&Co. auf der benachbarten Großbaustelle tätigen Firmen – wieder einmal – eine besondere „behördliche Ausnahme“ geben.
 
„Ungestraft wurde auch am Samstag Nachmittag (6. Juni) unter starker Lärmentwicklung gearbeitet. Für uns während der Woche ohnehin durch Staub und Lärm geplagte Siedler also keine Chance auf ein paar ruhige Minuten auf den Terrassen“, so Siedlersprecher Helmut Sommerer. – Nach Meinung von WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek haben hier der Magistrat und im Fall von Anzeigen auch die Polizei absoluten Handlungsbedarf.
 
„Behördliche Ausnahmegenehmigungen für ansonsten verbotene Lärmentwicklung etwa auf Baustellen kann es nur im Falle von ‚Gefahr im Verzug‘ oder im öffentlichen Interesse – wie z. B. bei Schienen- oder Kanalarbeiten – geben“, so der WIFF-Bezirkspolitiker.