Skandal um das Bisamberger Jagdschloß Magdalenenhof: Stadt Wien denkt an Umwidmung und „Privatisierung“

Skandal um das Bisamberger Jagdschloß Magdalenenhof: Stadt Wien denkt an Umwidmung und „Privatisierung“. WIFF: „Klares NEIN zu rot&grünen Spekulationsplänen“!

Seit dem „erpresserischen“ Hinauswurf des Pächters des Jagdschlosses Magdalenenhof verfällt und rostet das um die Jahrhundertwende inmitten eines malerischen Schloßparks errichtete bauliche Kleinod auf dem Bisamberg. Jahr für Jahr werden die Schäden größer, doch die Verantwortlichen der Stadt Wien – so scheint’s – warten nur darauf, bis das Gebäude endgültig so desolat ist, dass sie die Bagger auffahren lassen können.

Jahre lang wurde die Floridsdorfer Bezirksvertretung und auch die interessierte Bevölkerung seitens der Stadtpolitik an der Nase herumgeführt. Alle Nachfragen von WIFF und auch anderen Fraktionen wurden lakonisch mit „Wir evaluieren!“ beantwortet. Der ursprüngliche „Geheimplan“ des Rathauses, das Jagdschloß für den Häupl-Freund und ehemaligen Sternekoch Gerer zu einem Nobelhotel umzubauen, scheitere letzlich an dessen Insolovenz. Doch nun hat das für den Bisamberg zuständige Forstamt in Person seines Leiters Dipl. Ing. Januskovecz die Katze aus dem Sack gelassen: Es gäbe Pläne der Stadt Wien, das Areal umzuwidmen und an einen privaten Bauträger zu verkaufen. Und zwar zwecks Errichtung von – so meinen wir von WIFF – Luxuswohnungen/Appartements.

„Wenn ein solcher Antrag auf Umwidmung im Wiener Rathaus tatsächlich auf die Tagesordnung kommen sollte, werden wir keine Minute zögern, nicht nur die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer zu deutlichen gemeinsamen Protestaktionen einzuladen!“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Sie sind überzeugt, hiefür auch die Bezirksfraktionen von FPÖ, ÖVP und – sofern diese nicht mehr in einer rot&grünen Koalition befindlich – die Grünen als Mitstreiter zu gewinnen.

WIFF tritt jedenfalls dafür ein, das Jagdschloß selbst und einen großflächigen Teil der Umgebung öffentlichen und auch schulischen Interessen zwecks Kennenlernen der Natur direkt vor Ort zu widmen. Hiezu soll in absehbarer Zeit ein mit Experten erarbeiteter realistischer Nutzungplan auf dem Tisch liegen.

Aktuelle Bilder vom Sommer 2015 zeigen den Zustand des Gebäudes:

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