Skandalös: Nur noch eine BAWAG-Zweigstelle in Floridsdorf.

Der für den einstigen BAWAG-Chrash hauptverantwortliche und deshalb auch einige Jahre in Haft gewesene Ex-Generaldirektor Helmut E. und sein damaliger Stellvertreter Johann Z. (haftunfähig) sind im Bankengeschäft längst Geschichte – deren einstige Verfehlungen ziehen aber nach wie vor noch deutliche Spuren.

„Und das zum Nachteil vor allem kleiner Kunden der ehemaligen Gewerkschaftsbank. Mit 1. April (kein Aprilscherz!!!“) wird nämlich auch die vorletzte Floridsdorfer BAWAG-Filiale, Ecke Brünner Straße/Frauenstiftgasse in Großjedlersdorf, geschlossen. Damit bleibt den Kunden für einen persönlichen Kontakt nur noch die Zweigstelle auf dem Franz Jonas-Platz mit ihren langen Warteschlangen bis hinaus auf die Gehsteige“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, der zugleich heftige Kritik am Management der mehrheitlich im Besitz des US-Hedge-Fonds „Golden Tree“ befindlichen Bank übt: „Während die BAWAG laut dem seriösen Wirtschaftsmagazin „Gewinn“ im Vorjahr einen Rekordgewinn von 480 Mio Euro (+68% gegenüber dem Vorjahr) eingestreift hat und deren Vorstandschef Anas Aly Abuzaakouk der höchstbezahlte Bankenmanager Österreichs ist, vergisst man all jene braven Bankkunden&Sparer, an denen die BAWAG seit Jahrzehnten sehr gut verdient hat“.

Abschließend regt Schimanek eine Unterstützung wechselwilliger BAWAG-Kunden etwa durch den Verein für Konsumenteninformation an: „Vor allem viele ältere Menschen, die sich mit der Automatisierung nicht zurecht finden, fürchten sich vor einem Bank-Wechsel wegen des damit verbundenen ‚Papierkriegs‘. Diesen Leuten sollten die Konsumentenschützer beim Wechsel zu dem einen oder anderen Geldinstitut mit persönlichem Service und mehr Filialen zur Seite stehen!“, so Schimanek abschließend.