Skandalöse und lebensgefährliche Zustände in Floridsdorfer Gemeindebauten

Während sich Wiener Wohnen darin gefällt, gehbehinderten Gemeindemietern ihre Rollatoren aus den Stiegenhäusern zu entfernen, obwohl die Geräte zumeist keine Beeinträchtigung des laut Feuerpolizeigesetz frei zu haltenden Fluchtweges darstellen, verkommen in manchen Bauten die Kellerräume zu wahren Sperrmüll-Lagerstätten. Wie am Beispiel der Wohnhausanlage Voltagasse 55–63 ersichtlich (siehe Fotos), versperren oft Wochen und Monate lang unzählige alte Möbel, Matratzen, defekte Elektrogeräte usw. die Kellergänge, ehe die Räumkommandos von Wiener Wohnen anrücken.

Ossi-neu2„Diese Disziplinlosigkeiten mancher Mieter und die Säumigkeit von Wiener Wohnen bei der Räumung bedeuten etwa im Brandfall für die Hausbewohner akute Lebensgefahr. Es kann nicht sein, dass Hausmeister oft mehrmals urgieren müssen, ehe die Räumung erfolgt. Fakt ist aber auch, dass diese Räumungen den Betriebskosten des gesamten Hauses zugeschlagen werden und somit von allen Mietern bezahlt werden müssen“, kritisiert WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald. Es genüge auch nicht, dass Wiener Wohnen letztendlich solche Räumungen durchführen lässt. „Anhand des abgelagerten Sperrmülls lassen sich fast immer die Verursacher ausforschen, auch würden Mieterbefragungen zum Erfolg führen“, ist Turtenwald überzeugt. Er schlägt vorerst als ersten Schritt eine Informationskampagne in den Gemeindebauten vor. „Aber nicht nur mittels Aushang am ‚Schwarzen Brett‘, sondern in Form eines Aufklärungsfolders an jeden Haushalt.

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