SMZ Nord: Retten, was zu retten ist – WIFF fordert erneut Einschaltung des Bundesrechnungshofes

SMZ Nord: Retten, was zu retten ist – WIFF fordert erneut Einschaltung des Bundesrechnungshofes. Nach desaströsen Fehlern von Politik und Krankenanstaltenverbund soll jetzt internationaler Generalplaner die Kontrolle übernehmen.

Im Jahr 2011 hätte das neue Floridsdorfer Krankenhaus, laut Rathaus einmal das modernste Spital Europas, seinen Betrieb aufnehmen sollen (O-Ton Stadträtin Brauner/SPÖ im Jahr 2001). Nach mehreren Terminverschiebungen soll der Vollbetrieb – so letzte Meldungen aus dem Wiener Gesundheitsressort (Stadträtin Wehsely/SPÖ) – erst 2018 aufgenommen werden. Angesichts solcher „Planungen“ wundert es nicht, dass die Kosten von ursprünglich 635 Millionen Euro bis dato auf mehr als eine Milliarde angewachsen sind. Insider rechnen allerdings damit, dass das gesamte Projekt mit allen „Nebengeräuschen“ (Klagen, Gegenklagen etc.) letztlich mit rund 1,5 Milliarden Euro abgerechnet werden könnte.
WIFF fordert daher die Rathaus-Parteien auf, einer umfassenden Gesamtprüfung durch den Bundesrechnungshof zuzustimmen. „Und zwar bereits ab der ersten Ausschreibung, als mit dem Heeresspitalsgelände in Stammersdorf, den ehemaligen Paukergründen in der Siemensstraße und letztlich dem nunmehrigen Standort noch drei Örtlichkeiten zur Wahl standen“, so WIFF-Landesparteobmann Hans Jörg Schimanek. „Vor allem die Frage, warum man gerade das ÖBB-Gelände, einen bodenverseuchten Eisenbahnknoten direkt zwischen zwei Bahnlinien, als Standort für das neue Krankenhaus ausgewählt hat, sollte eingehend untersucht werden!“
SMZ-Nord-1-Kopie
Um zu retten, was noch zu retten ist, wurde dem bisher verantwortlichen Krankenanstaltenverbund (KAV) die Kontrolle über das Gesamtprojekt entzogen. Die Oberhoheit über die weitere Errichtung des Milliardenprojektes wird ab April einem international tätigen Generalplanungs- und Architekturbüro übertragen. „Ein Schritt, der Jahre zu spät kommt, wofür sich die Stadtpolitiker allerdings nicht auf dem KAV abputzen dürfen. Die Fehlentscheidung, ein Krankenhaus in Eigenregie, sprich durch die Stadt selbst und den ausgelagerten KAV, errichten zu lassen und hiedurch hunderte Millionen in den Sand zu setzen, liegt voll und ganz bei der damals agierenden SPÖ-Alleinregierung in Wien“, ist Schimanek überzeugt und meint abschließend: „Ich nehme, was den nun angekündigten Fertigstellungstermin 2018 betrifft, gerne Wetten entgegen!“…