SMZ Ost: „Hier werden Kranke produziert…“

Seit Wochen steht u. a. auch das SMZ Ost im Mittelpunkt einer „Gangbettendiskussion“. Viele Kritiker übersehen dabei, dass der permanente Überbelag vor allem auch Ärzte und Krankenschwestern(-pfleger) weit über die Grenzen der Belastbarkeit fordert.
 

„Dies wirkt sich mit der Zeit unweigerlich auf die Gesundheit des Personals aus, die Krankenstände werden häufiger – was wiederum eine zusätzliche Belastung der noch gesunden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. Und sich – selbst wenn es nicht gerne gehört wird – auch auf die Betreuung der Patienten auswirken kann“, erzählt eine Stationsschwester den WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald anlässlich eines Lokalaugenscheines vor Ort. –
 
Schon beim Eingangsbereich staunen die beiden Bezirkspolitker, sitzen am Informationsschalter doch zwei Personen, eingehüllt in ihre privaten Winterjacken, aber dennoch frierend. Sie sind Stunden lang dem eiskalten Luftzug ausgesetzt, der trotz im Winter nur versetzt geöffneter Schiebetüren den Eingangsbereich durchweht. „Hier werden Krankenstände geradezu produziert!“, so Schimanek und Turtenwald und warten mit einer einfachen Problemlösung auf: „So wie etwa in anderen Spitälern müsste der Informationsschalter nicht nur an der Rückseite, sondern auch im derzeit offenen vorderen Bereich verglast werden!“ –
 
Um das Gangbettenproblem „in den Griff“ zu bekommen, hat man im SMZ Ost kürzlich eine eigene „Gangbettenkoordinatorin“ installiert. Sie hat die Aufgabe, Gangbettenpatienten aus der jeweiligen Station in eine Station mit noch freien Kapazitäten verlegen zu lassen. „Eine Alibiaktion für die Medien!“, ist Schimanek überzeugt. Denn es sei kaum sinnvoll, beispielsweise einen „internen“ Patienten etwa auf die HNO-Station etc. zu verlegen.
 
„Besser wäre, die jeweils vier großen Einbettzimmer auf jeder Station, die für Klassepatienten mit Zusatzversicherung genutzt werden, in Notzeiten vorübergehend mit zwei Betten zu belegen“, sind Schimanek und Turtenwald überzeugt.