SMZ Ost und Augenzentrum Donaustadt: „Erst nachher – oder doch schon vorher…?“

Viele Patientinnen und Patienten der Augenabteilung am SMZ-Ost/Donauspital erinnern sich noch an die ursprünglich von WIFF–Wir für Floridsdorf initiierte und aktiv unterstützte Unterschriftenaktion gegen die Übersiedlung dieser Abteilung in die Rudolfstiftung nach Wien-Landstraße. Mehr als 21.000 Unterschriften wurden damals von Aktions-„Frontfrau“ Mag. Ruth Hufnagl dem Krankenanstaltenverbund (KAV) und der inzwischen abgelösten Stadträtin Frauenberger (SPÖ) präsentiert – und, wie man weiß – mit Erfolg: Die Augenabteilung blieb der Bevölkerung links der Donau und im angrenzenden NÖ-Einzugsbereich am SMZ Ost erhalten.

„Damit könnte die Tagesordnung eigentlich erfolgreich abgeschlossen werden, wenn, ja wenn nicht…einige hinterfragenswerte mögliche Ungereimtheiten aufgetaucht wären“, so der damalige Aktionsmitstreiter und Floridsdorfer WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und erinnert sich an eine gewisse Frau Univ.-Professorin Dr. Susanne B., die damals als vom KAV eingesetzte Expertin die Verlegung der Augenklinik vom SMZ Ost in die Rudolfstiftung massiv unterstützt und die „Sinnhaftigkeit der Verlegung“ mannigfaltig verteidigt hatte.
 
„Da erscheint es doch etwas seltsam, dass eben diese Frau Prof. B. dem am 20. April 2018 genau gegenüber dem SMZ Ost eröffneten ‚Augenzentrum Donaustadt‘ seither als ‚Wissenschaftliche Leiterin‘ vorsteht. Immerhin liegen ja zwischen der Entscheidung für den Verbleib der Augenabteilung am SMZ Ost und der Eröffnung des in Spitalsblickweite angesiedelten ‚Augenzentrums Donaustadt‘ lediglich zehn Monate. Eine Zeitspanne, die vom ersten Schritt der Planung bis zur Eröffnung des Augenzentrums doch unwahrscheinlich kurz bemessen wäre“ wundert sich nicht nur BR Hans Jörg Schimanek.
 
„Vermutungen, Prof. B. hätte schon zu dem Zeitpunkt, als sie noch vehement für die Verlegung der Augenabteilung vom SMZ Ost in die Rudolfstiftung eintrat, an der Planung des privaten Augenzentrums Donaustadt mitgewirkt, können wir von WIFF nicht bestätigen. Ein Schelm, der Böses hier vermutet. Zielführend wäre eine diesbezügliche Untersuchung aber allemal. Auch im Interesse von Frau Prof. B.“, so der WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.