Sparmaßnahmen an den Sondererziehungsschulen

Sparmaßnahmen an den Sondererziehungsschulen. WIFF: „Sparmaßnahmen gerade bei jenen Schülern, die Unterstützung dringend nötig haben, werden spätere Folgekosten explodieren lassen!“
In Wien gibt es insgesamt neun sogenannte „Sondererziehungsschulen“, eine davon im Gebäude der „Neuen Mittelschule“ am Kinzerplatz.

Hier werden besonders verhaltensauffällige Kinder in kleineren Förderklassen als üblich unterrichtet, auch werden die Schüler  in jeder Klasse von zwei Lehrkräften zugleich betreut und unterrichtet. Doch jetzt haben die vom Wiener Stadtschulrat angeordneten Sparmaßnahmen auch diese Schulen erreicht. Denn obwohl an den Sondererziehungsschulen die Bildungsergebnisse in den 1. bis 4. Klassen laut Vorgabe des Stadtschulrates dem Niveau der Neuen Mittelschule entsprechen müssen, wurde die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden reduziert.

„Diese Maßnahme der Stadt Wien kommt einem ‚Schuss ins eigene  Knie‘ gleich“, sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. „Gerade besonders verhaltensauffällige Schüler bedürfen spezieller und arbeitsaufwändigerer Betreuung auch in ihren Schulklasse, damit sie einen Umstieg in ihr später mögliches Arbeitsleben besser oder überhaupt bewältigen können. Hier zu sparen, geht eindeutig zu Lasten dieser jungen Menschen und letztlich von uns allen. Denn die späteren Folgekosten, verursacht etwa durch zu wenig fachpädagogische Betreuung, sind unausbleiblich“. –

Schimanek rät den „Sparmeistern am falschen Platz“ jedenfalls zu der einen oder anderen Nachhilfestunde im Fach „Umwegrentabilitätsrechnen“. Spätestens dann würde es – so der Bezirkspolitiker – zu einer Zurücknahme der Sparmaßnahmen an den Wiener Sondererziehungsschulen kommen.