Sperre Siemensstraße: Problem um illegale Durchfahrten durch Betriebsgebiet gelöst – Grundeigentümer verzichtet auf Besitzstörungsklagen.

Seit die Siemensstraße ab der Heinrich von Buhl-Gasse in Richtung Leopoldau gesperrt ist, nutzen täglich hunderte Kraftfahrer das in Privatbesitz befindliche Gewerbegebiet (Spar, Hofer, Reifendienst etc.) als idealen Abkürzer zur Richard Neutra-Gasse bzw. umgekehrt. Diese illegalen Praktiken riefen jüngst den Grundeigentümer auf den Plan, der via Security-Dienst jedes durchfahrende Fahrzeug fotografieren lassen und jeweils Besitzstörungsklage einbringen wollte. Was sich für jeden „Sünder“ mit mehreren Hundert Euro negativ zu Buche geschlagen, für den Grundbesitzer hingegen hohe zusätzliche Einnahmen bedeutet hätte.
„Zum Glück habe ich von dem Vorhaben rechtzeitig Kenntnis erlangt, habe mich umgehend mit dem Obmann der Floridsdorfer Verkehrskommission, Bezirksrat Josef „Pepi“ Fischer (SPÖ), ins Einvernehmen gesetzt und in einem gemeinsamen Gespräch mit Stefan Singer, dem Geschäftsführer der Eigentümerfirma INNO Immobilien GmbH.(links im Bild), eine ‚friedliche‘ Lösung erarbeitet“, freut sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, dass Besitzstörungsklagen ab sofort vom Tisch sind.
„Singer hat uns zugesagt, keine Klagen einzubringen und die Durchfahrt bis zur Wiedereröffnung der Siemensstraße zu tolerieren, wofür wir beide namens vieler betroffener Verkehrsteilnehmer ein herzliches ‚Dankeschön‘ aussprechen. Wir erwarten andererseits aber von den durchfahrenden Lenkern, dass sie sich strikt an das im gesamten Gewerbegebiet geltende Tempolimit von 20 km/h halten und auf die Einkaufskunden der dort ansässigen Firmen Rücksicht nehmen“, so Fischer und Schimanek abschließend. – Fotos: Gerhard Doppler.