SPÖ-Intern: Nachfolge-Kampf um den Bürgermeistersessel im Wiener Rathaus ist bereits voll entbrannt

„Die Hackln fliegen tief, aber vielleicht wird es letztlich doch eine Riesenüberraschung geben…“ charakterisierte kürzlich ein Mitglied des Wiener SPÖ-Parteivorstandes den längst voll entbrannten internen Kampf um die Nachfolge des Wiener Bürgermeisters Häupl in einem Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, mit dem er seit Jahrzehnten befreundet ist. Und meinte schmunzelnd: „Jene, die sich selbst am lautstärksten für irgendwelche Ämter ins Spiel brachten, sind bei uns noch nie etwas geworden“. – Da scheint allerdings der Floridsdorfer SPÖ-Bezirksobmann und Wohnen-Stadtrat Ludwig eindeutig anderer Meinung zu sein. Er spart nicht mit dem Steuergeld der Wiener, um sich u. a. zumeist via Wiener Wohnen in teuren Zeitungsinseraten der Öffentlichkeit als „unverzichtbar“ darzustellen und sich damit überdies bei diversen Zeitungen liebkind zu machen. Aber auch Umweltstadträtin Sima ist beim Ausgeben von Steuergeld für Selbstbeweihräucherung kein Kind von Traurigkeit.

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Solche Aktivitäten auf Kosten der Steuerzahler hat kürzlich Michael Fleischhacker in der Neuen Zürcher Zeitung online treffend charakterisiert, wenn er schrieb:
„…So machen sich Politiker diese Medien gewogen, es ist eine strukturelle Form der Korruption, die die österreichischen Steuerzahler jährlich an die 200 Millionen Euro kostet. Die Stadt Wien beherrscht das Spiel besonders gut, der damalige Wohnbaustadtrat Werner Faymann hat wesentlich zu seiner Perfektionierung beigetragen“
 
„Der nunmehrige Wohnen-Stadtrat Ludwig ist offensichtlich ein gelehriger Schüler seines Vorgängers Faymann im Wiener Wohnbau-Ressort. Ludwig scheint keine Sekunde darüber nachzudenken, dass ein solches Vorgehen eine – wie Fleischhacker in der NZZat schreibt – ‚ziemlich kostspielige Beleidigung der Intelligenz der steuerzahlenden Bürger‘ darstellt“, wundern sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
„Aber“ – so Schimanek abschließend – „vielleicht wird die Vermutung meines Freundes und SP-Vorstandsmitgliedes wahr und es tritt ein völlig unerwarteter Bürgermeister-Kandidat auf den Plan – oder Häupl bleibt angesichts des vorhandenen ‚Nachfolge-Materials‘ zumindest noch eine halbe oder gar ganze Periode im Amt!?“.