SPÖ-Parteitag: Bgm. Häupl (77,4%) kam mit zwei „blauen Augen“ davon – Sein selbsternannter Nachfolger Ludwig (67,8%) wurde abgewählt – WIFF: „Jetzt müsste Häupl als Wiener Parteichef umgehend Neuwahlen ausschreiben!“

Mit einem veritablen Totalschaden endete der allgemein mit Spannung erwartete Landesparteitag der Wiener SPÖ: Von den ohnehin nicht vollzählig erschienenen Delegierten wurden die Parteigranden erbarmungslos – und in der Geschichte wohl einmalig – abgestraft. Bürgermeister Häupl kam noch mit zwei „blauen Augen“ davon und erhielt wenigstens 77,4% (zuletzt mehr als 95%!) der Delegiertenstimmen – für den nach dem Häupl-Thron gierenden Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer Parteiobmann Ludwig gab es vernichtende 67,8% der Stimmen. Er wurde damit faktisch abgewählt und ist als Häupl-Nachfolger aus dem Rennen. Lediglich Vizebgm. StR. Brauner erzielte mit nur 67,5% noch weniger Zustimmung. –

 
Für die tagtäglich in Foridsdorf unterwegs befindlichen WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald kam dieses Ergebnis nicht überraschend: „Das Verhalten der Parteitagsdelegierten spiegelt eindeutig die Stimmung bei der Bevölkerung und den Floridsdorfer SPÖ-Sympathisanten wider. Denn wenn mit Ludwig als selbsternanntem Häupl-Kronprinz ein ‚Parteifreund‘ seinen Bürgermeister und Parteiobmann in aller Öffentlichkeit mehrmals offen und auch verklausuliert zum Rücktritt drängt, muss auch den treuesten Parteisoldaten klar sein, welch unhaltbare Zustände innerhalb der SPÖ-Wien herrschen. Nach dieser ‚Politkatastrophe‘ müssten Häupl&Co.jetzt eigentlich Politanstand beweisen und Neuwahlen ausrufen, wollen sie bei den Wienerinnen und Wienern nicht das letzte noch vorhandene Quäntchen an Glaubwürdigkeit verlieren!“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.