Stadträtin Sima&Marktamtschef Kutheil: Selbstlob geht vor Realität…

Vermutlich hatten sich Stadträtin Sima (SPÖ) und ihr Marktamtschef Kutheil ein positiveres Echo auf ihre jüngste Pressekonferenz zum Thema „Wiener Märkte&Pflichtöffnungszeiten“ erwartet – doch das dokumentierte Eigenlob der beiden hatte in manchen Zeitungen auch deutlich kritische Zeilen ausgelöst. Besonders realitätsfern erwies sich der Marktamtschef höchstpersönlich, indem er die Zahl der Gegner der jüngst amtlich verordneten Pflichtöffnungszeiten auf den Wiener Märkten zwischen 15 und 18 Uhr mit „weniger als zehn“ bezifferte…

„Offenbar hat sich dem hohen Beamten noch nicht erschlossen, dass sich schon vor längerer Zeit mehr als hundert Gegner der gegenwärtigen Pflichtöffnungszeit zu einer Gemeinschaft zusammen geschlossen haben und gerichtlich gegen die amtliche Zwangsmaßnahme vorgehen“, wundert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über die – gelinde gesagt – „Unbedarftheit des Marktamtchefs“.
 
„Geld verdienen kann man nur, wenn man sein Geschäft auch geöffnet hat. Aber dem wiederum kann man ohne hohen Finanzaufwand für Personal nur nachkommen, wenn seitens der Behörde auch die notwendigen Begleitmaßnahmen gesetzt werden“, fordert Schimanek Stadträtin Sima und das Marktamt zu raschem und unbürokratischen Handeln auf. „
 
WIFF fordert daher zum wiederholten Mal, beim Floridsdorfer Markt in der Kurzparkzone als Wiener Pilotprojekt eine Stunde Gratisparken. Dafür wäre lediglich die Installation von zwei Ticketautomaten erforderlich. Zudem erinnern wir das Marktamt an unsere nunmehr schon zwei Jahre alte Forderung, den von Montag bis Donnerstag völlig ungenützten Randstreifen entlang der Bauernmarktzone für diese Zeit als Kurzparkzone frei zu geben. Allein mit diesen beiden ohne hohen Finanzaufwand zu tätigenden Maßnahmen würde die Kundenfrequenz mit Sicherheit spürbar gesteigert und man würde den einen oder anderen Zweifler an der Sinnhaftigkeit der neuen Zwangsöffnungszeiten überzeugen“, so Schimanek an die Adresse von Sima&Kutheil.