Stammersdorf: Anrainer über neue „Monster“-Lichtmasten empört – „Sind wir Bürger 2. Klasse?“

Die Stammersdorfer Straße hat dieser Tage im Bereich ab der Brünner Straße bis zum Freiheitsplatz eine neue Beleuchtung erhalten. Zum Unterschied gegenüber dem „Oberort“ wurde allerdings auf die dem idyllischen Ortsbild angepassten „Laternen-Leuchten“ verzichtet, die der Ur-Floridsdorfer Reg.-Rat Johann Pfeffer als Büroleiter vor Jahrzehnten seinem Chef Vizebgm. und Finanzstadtrat Hans Mayr, einst auch als „Sparmeister“ bekannt, auf Ersuchen des damaligen Weinbauvereinobmannes Andreas Gstaltner, bei einem Heurigenbesuch für den Stammersdorfer „Unterort“ abgeluchst hatte.
Den „Unterort“ „verzieren“ jetzt leider wahre „Mastenmonster“. Lediglich die Leuchtkörper der vor allem wegen Rost kürzlich demontierten alten Masten blieben erhalten. „Durchaus verständlich, wenn sich jetzt vor allem die alteingesessenen Bewohner und die Betreiber der Heurigenlokale des ‚Unterortes‘ als ‚Stammersdorfer 2. Klasse‘ fühlen. Immerhin ist der Alt-Ort Stammersdorf im Bereich zwischen der Brünner Straße und der Hagenbrunner Straße mit seinem dörflichen Charakter ja in seine Gesamtheit eines der ‚Heurigen-Aushängeschilder‘ unserer Stadt“, zeigt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek Verständnis für die Proteste und stellt fest: „Das ‚Njet‘ zur ‚Laternenbeleuchtung‘ kam ‚trotz Förderung aus Kostengründen’ von SPÖ-Bezirksvorsteher Papai, ‚da eine Unterboden-Verlegung der E-Leitung deutlich teurer als die Mastenbeleuchtung gekommen wäre‘. Es muss hier aber doch die Frage erlaubt sein, ob es nicht vielleicht sinnvoller gewesen wäre, hätte sich Papai gegen das Zubetonieren des einen oder anderen Fleckens Grünland im Bezirk ausgesprochen, dafür aber seine ‚Jedes-Jahr-einen-neuen-Park‘- Ankündigung gerade im Grün-Bezirk Floridsdorf um eine Einheit reduziert und statt dessen auch den ‚Unterort‘ als ‚Eingangstor’ zum Weinort Stammersdorf mit den schmucken ‚Laternen-Leuchten‘ ausstatten lassen“. – Fotos: Franz Hödl.

Fotos: Franz Hödl.