Stammersdorf: Arztpatientren, Geschäftsleute und Heurigenwirte „schäumen“ über Parkplatzraub.

Der idyllische Weinort Stammersdorf ist – zum Glück – mit viel Grün gesegnet. Die jüngste „Aktion“ der Stadt, die durch in diesem Ausmaß nicht erforderliche Vergrößerung von Baumscheiben in der Stammersdorfer Straße insgesamt sechs Parkplätze „vernichtet“ hat, treibt jetzt viele durch den „Parkplatzraub“ Betroffene auf die Barrikaden. Die Heurigebetriebe Helm und Reinbacher, die Trafik, Patienten einer Arztpraxis, ein Café-Espresso und der Stammersdorfer Weltladen verstehen einfach nicht, warum man gerade in ihrem Geschäftsbereich derart kontraproduktiv zu Werke ging.

„Wenn bei uns überall sonst die ebenfalls erst jüngst sanierten Baumscheiben ausreichen, ist diese nunmehrige ‚Unsinnsaktion‘ nicht zu verstehen. ‚Ja‘ zu mehr Bäumen, aber bei uns in Stammersdorf, wo das Grün überall nur so sprießt, sollte man auf derartige unnotwendige Vergrößerungen verzichten“, so die Betroffenen unisono.
 
WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek erinnert in diesem Zusammenhang an den ursprünglich bereits umgesetzt gewesenen Schildbürgerstreich des Magistrats bei den Parkplätzen nächst der Senderstraße: „Dort wurde einer der beiden für Heurigenbesucher und Bisamberg-Spaziergänger dringend erforderlichen Parkplätze zu einer künstlichen Grünfläche umfunktioniert. Zum Glück ist es uns von WIFF damals gelungen, die Verantwortlichen zum Einlegen des Retourganges und damit zur Wiederherstellung des Parkplatzes zu bewegen“.
 
Zugleich schlägt Schimanek für Baumpflanzungen ein anderes Betätigungsfeld vor: „Die fehlgeleiteten ‚Grünapostel‘ sollten sich einmal den Hitzepool Ecke Jedlersdorfer Straße / Kummergasse zu Gemüte fühlen. Diese Betonfläche schreit ja geradezu nach Baumpflanzungen!“.
– Fotos: Otto Stutzig, Franz Hödl.