Stammersdorf: Ortsbildpflege einst auch bei Wiens Vizebürgermeister Hans Mayr (SPÖ) groß geschrieben…

Während in den 90er-Jahren die damaligen Spitzen der Wiener SPÖ für die Ortsbildpflege in Floridsdorf ein offenes Ohr und auch einen offenen Stadtsäckel hatten, scheint sich diese Einstellung bei der roten Nachfolgegeneration deutlich geändert haben. Ansonsten wäre es wohl kaum möglich gewesen, dass die auf dem Grundstück Stammersdorfer Straße 10 inmitten der Schutzzone geplante Neubaufassade (siehe Modellfoto Österreichisches Siedlungswerk) die Zustimmung von Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) und der für die Ortsbilderhaltung in Wiener Schutzzonen zuständigen Magistratsabteilung 19 erhalten hätte.

„Stammersdorf war damals der erste Wiener Weinort, dessen Schutzzone mit einer dem alten Ortsbild angepassten Beleuchtung ausgestattet worden ist. Initiator der Aktion war Regierungsrat Johann „Jonny“ Pfeffer, selbst Floridsdorfer und Büroleiter bei Vizebürgermeister Hans Mayr (verstorben im Jahr 2006). Mit Fassadenneubauten wie in der Stammersdorfer Straße geplant würde die idyllische Beleuchtung des alten Ortskerns geradezu ad absurdum geführt“, kritisieren die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald die Vorgangsweise Papais und der MA 19. – Bisher haben schon mehr als 1.100 Personen für die Erhaltung des Ortsbildes und damit zugleich gegen die geplante Fassadengestaltung in der Stammersdorfer Straße 10 unterschrieben. Listen liegen in Stammersdorfer Geschäften und Gastlokalen bis Ende Februar zur Unterschrift auf.
 
Bildtext: Der damalige Vizebürgermeister Hans Mayr (SPÖ) hatte stets ein offenes Ohr für Floridsdorfer Anliegen. Auf den Fotos bei der Eröffnung im Industriezentrum Augtokaderstraße bzw. bei der Verleihung des Titels „Regierungsrat“ an Johann „Jonny“ Pfeffer.