Statt Dr. Karl Lueger-Platz bald Nelson Mandela-Platz?

Statt Dr. Karl Lueger-Platz bald Nelson Mandela-Platz? WIFF – Wir für Floridsdorf gegen weitere Verunglimpfung jenes Wiener Bürgermeisters, der Floridsdorf zu Wien geholt hat.
„Wir sind drauf und dran, uns als Geschichtsverfälscher vor aller Welt lächerlich zu machen!“, kritisiert WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek jene Kreise in der Bundeshauptstadt, die seit kurzem lautstark  für eine Umbenennung des Dr. Karl Lueger-Platzes in Nelson Mandela-Platz werben. „Nelson Mandela hat sich durch seinen letztlich erfolgreichen Kampf gegen die Apartheids-Politik in Afrika durchaus weltweite Anerkennung und Bewunderung über seinen Tod hinaus verdient, aber ein entsprechendes Denkmal würde mit Sicherheit Mandelas Andenken ausreichend bewahren“, ist Schimanek überzeugtund undhat auch gleich mehrere Standorte parat:

Lueger – Platz: Alternative Standorte für Mandela-Platz

„Im Donaupark hat die Wiener Stadtregierung vor Jahren ‚zum Andenken‘ an einen der größten Massenmörder Südamerikas, Che Guevara, ein Denkmal errichtet. Statt dessen würde dort eine Statue oder Büste Nelson Mandelas mit Sicherheit gut hin passen. Auch der Platz in der Mariahilferstraße, an dem heute das Denkmal des Rauschgifthändlers Omofuma prangt, der bei seiner Abschiebung unter dramatischen Umständen starb, würde sich bestens eignen“, so Schimanek.

Bürgermeister Dr. Karl Lueger, von einer wohl verschwindenden Minderheit wegen seiner in den ersten Jahren seiner Amtszeit erkennbaren antisemitischen Haltung heute zum Feindbild erkoren, ist ein Fixpunkt in der Geschichte unserer Stadt. Seine soziale Einstellung hatte für die damalige Zeit etwas schon fast Revolutionäres. So verdankt Wien Lueger etwa den Bau der II. Wiener Hochquellwasserleitung, den Ausbau der Straßenbahn, die Gas- und Elektrizitätsversorgung der Hauptstadt oder beispielsweise auch das „Versorgungsheim“ Lainz. Nicht zuletzt ist es Lueger zu verdanken, dass Floridsdorf – einst als Landeshauptstadt von Niederösterreich stark im Gespräch – 1904 in Wien eingemeindet worden ist.

Lueger

c: Wenzl Weis. Dr. Karl Lueger im Jahr 1897

„Unverständlich ist, dass speziell die Wiener SPÖ auf den Zug der Antifa-Straßen-, Platz- und Denkmalstürmer aufspringt. Sie hätte – wenn schon – in ihrem eigenen Bereich ausreichend zu tun“, sagt Schimanek und erinnert etwa an den einstmaligen SPÖ-Minister Otto Rösch (Verteidigungs- und Innenminister), der in der NS-Ära Parteimitglied und Chef der NAPOLA (Nationalsozialistische Politische Akadamie) Traiskirchen war. Oder an Hans Czettel (SP-Innenminister und Landeshauptmann-Stv. von NÖ), der noch 1945 auf der Schmelz in der dortigen Maschinenfabrik als HJ-Führer selbstgedichtete Durchhalteparolen mit Gitarrenbegleitung präsentierte.

„Auch diese und mit ihnen noch viele andere ehemalige rote Granden haben während ihrer Amtszeit Großes für Österreich geleistet und wurden nach ihrem Tod durch Straßen- Gassen-, Platz- oder Gebäudebenennungen nachträglich geehrt. Diese Ehre sollte man auch unserem ehemaligen Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lueger bewahren. Es reicht ohnehin, dass man den Dr. Karl Lueger-Ring bereits in Universitätsring umbenannt hat!“, so Schimanek abschließend an die Adresse der Wiener SPÖ.